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»Es ist nicht alles so rosig«

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Unterwössen. Die schwere Aufgabe einer Haushaltssanierung bei gleichzeitigen Investitionen möchte die Bürgermeisterkandidatin Sandra Sonntag mit strikter Haushaltsdisziplin und öffentlicher Förderung erreichen. Außerdem will sie die unterschiedlichen Stärken von Unterwössen und Oberwössen fördern. »Soviel Eigenständigkeit wie möglich, soviel Gemeinsamkeit wie nötig«, fasste sie ihren Grundsatz im Restaurant Poststüberl vor gut 50 Besuchern zusammen.


Sandra Sonntag sagte zum Thema Finanzen, »es ist leider nicht alles so rosig, wie oftmals dargestellt.« Sie forderte eine komplette Haushaltssanierung. Der Haushalt müsse fit gemacht werden – mit Schuldenabbau und gleichzeitig produktiven Investitionen in Tourismus, Hallenbadkomplex und die Belebung beider Ortskerne.

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Die Gesamtschulden der Gemeinde in Höhe von 2,7 Millionen ordnet Sandra Sonntag mit einer Million dem Hochwasserschutz und 1,37 Millionen der Finanzierung des Postgrundstückkaufs zu, daneben noch 365 000 Euro zum Haushaltsabgleich. Beim Hochwasserschutz sei klug investiert, beim Postgrundstück Geld verbrannt worden.

Sandra Sonntag sieht die Rolle der Ortsteile Unterwössen und Oberwössen als durchaus eigenständig. Sie möchte diese Eigenständigkeit pflegen und ausbauen, aber die Gemeinsamkeiten im Ort nicht vernachlässigen. Für sie gelte der Grundsatz: »Soviel Eigenständigkeit wie möglich, soviel Gemeinsamkeit wie nötig«.

Oberwössen sei stärker vom Tourismus geprägt. Dort sei es Aufgabe den Tourismus zu fördern und in Unterwössen mehr das Gewerbe. Bernhard Sappl wollte wissen, ob Sandra Sonntag wieder für den Bundestag kandidieren wird. »Mein Herz gehört der Kommunalpolitik und ich werde als Bürgermeisterin nicht für den Bundestag kandidieren«, antwortete sie.

CSU-Ortsverbandsvorstand Hermann Minisini wollte von Sonntag wissen, wie die von ihr geplante Haushaltskonsolidierung neben den gleichzeitig ins Auge gefassten Neuinvestitionen konkret möglich sein solle. Sonntag sieht den Schlüssel in öffentlicher Förderung und einer strengen Haushaltsdisziplin. Sie verwies auf das Beispiel Reit im Winkl, wo Schuldenabbau neben Neuinvestitionen zuletzt gelungen sei. lukk