weather-image
26°

"Es ist jedes Jahr wieder eine Gaudi"

0.0
0.0
Bildtext einblenden
Ludwig Schuhbeck ist der Cheforganisator des Champions-Parks. Er freut sich schon wieder sehr auf die vielen Biathlon-Fans, die im Kurpark feiern werden. (Foto: Brenninger)

Wenn in der Chiemgau-Arena nach den Biathlon-Wettkämpfen die Lichter langsam ausgehen, dann beginnt für Ludwig Schuhbeck erst so richtig die Arbeit. Der Ruhpoldinger ist nämlich der Verantwortliche für den Champions-Park im Ruhpoldinger Kurpark.

Anzeige

Dort treffen sich am Abend – geöffnet ist jeweils ab 17 Uhr – nach den Weltcup-Rennen die zahlreichen Fans aus der ganzen Welt, um friedlich und fröhlich miteinander den Tag ausklingen zu lassen – und das eben mitten im Dorf. Und dort finden von Mittwoch bis Samstag jeweils um 19.30 Uhr auch die offiziellen Siegerehrungen der Wettkämpfe statt. Die Fans bekommen also als besondere Draufgabe auch noch einmal die Biathlon-Stars hautnah zu sehen.

Schönes und friedliches Fest der Fans

»Das ist einfach eine schöne Sache«, findet Ludwig Schuhbeck – und daher war es für ihn auch selbstverständlich, dass er die Organisation vor drei Jahren übernommen hat. Damals hörte sein Vorgänger Johannes Hildebrand als Verantwortlicher des Champions-Parks auf. »Für mich war es wichtig, dass es weitergeht«, betont Schuhbeck. »Denn es ist ein schönes und friedliches Fest.«

Ihm imponiert vor allem, dass alle Biathlon-Fans zusammen feiern. »Das ist nicht so wie beim Fußball«, hebt der Ruhpoldinger Gemeinderat hervor. Und am liebsten ist es ihm, wenn viele Norweger in den Champions-Park kommen. »Die sind richtig cool drauf«, sagt er, »und vor allem schmerzfrei. Sie feiern – egal, ob es kalt oder warm ist.«

Ludwig Schuhbeck ist mit seiner Arbeit im Champions-Park auch voll ausgelastet. »Das geht wirklich das ganze Jahr durch«, betont er. »Schon unmittelbar nach dem Weltcup-Ende beginnen die Planungen für den neuen.« Man müsse beispielsweise schon frühzeitig überlegen, welches Programm man auf die Beine stellen möchte. »Wir machen uns jetzt auch schon Gedanken für 2019«, erzählt er. Aber dann bremst er: »Jetzt müssen wir erst einmal 2018 gut über die Bühne bringen.« Und auch für dieses Jahr gibt's ja einige Änderungen – beispielsweise bei der Eröffnungsfeier. Diese findet am Dienstag um 19.30 Uhr mit dem Einmarsch der Nationen und einem Feuerwerk statt. Zudem spielt die Bayern-1-Band.

Und davor hat Ludwig Schuhbeck übrigens auch am meisten Respekt. »Wenn da alles gut anläuft, dann ist mir schon einmal ein bisschen leichter«, lacht er. Aber was könnte denn schon groß passieren? »Es könnte etwa ja mal eine Sicherung kurz vor dem Start fliegen«, erzählt er, »deshalb haben wir für den Fall auch extra einen Elektriker vor Ort.«

Die anderen Tage sind mittlerweile aber fast schon ein Selbstläufer. »Der Hüttenbetrieb ist mittlerweile gut eingespielt. Das klappt hervorragend«, freut er sich. Einige Tage vor dem Start werden die Hütten vom Ruhpoldinger Bauhof aufgebaut und dann kommt auch die große Bühne, dann können die Vereine und Organisationen ihre Hütten bestücken. »Die sprechen sich untereinander auch immer gut ab, damit nicht jeder das gleiche Angebot hat«, lobt Schuhbeck. »Es ist wirklich ein hervorragendes Miteinander.«

Er muss sich im Vorfeld vor allem um die organisatorischen Dinge kümmern, damit die Hütten auch durch den Check des Landratsamts kommen. »Da muss man schon immer an eine ganze Menge denken. Das kostet einige Stunden Arbeit«, erzählt Schuhbeck, der in der Biathlon-Woche ab und an aber auch die Zeit hat, sich die Wettkämpfe in der Arena live anzuschauen.

Über die Jahre gab's bei den Hütten – die Betreiber spenden übrigens einen Teil der Einnahmen an die Ruhpoldinger Vereine – personell einige Änderungen. Viele Ruhpoldinger Vereine, die beim Start 1996 dabei waren, sind mittlerweile ausgestiegen. Die Schützen, die Hühner vom Tennisclub, die Spätlesen, die Wetzstoaner der Köche-Verein, Janosch, die Sauriassler und der Bierstall waren die Initiatoren und füllten die kleinen und großen Hütten im Champions-Park mit Leben.

Aktuell sind nun unter anderem die Fußballer dabei und in diesem Jahr auch erstmals der Trachtenverein. »Es ist einfach schön, wenn sich etwas rührt bei uns«, freut sich Ludwig Schuhbeck schon jetzt wieder auf die Biathlon-Zeit. Und von vielen Seiten bekommen die Ruhpoldinger für ihren Champions-Park auch ein großes Lob ausgesprochen. »So etwas gibt es nämlich nirgends«, weiß der Ruhpoldinger. »Wir haben da quasi ein Alleinstellungsmerkmal«, betont er stolz. Und: »Es ist jedes Jahr wieder eine Gaudi.« Und das friedlich und fröhlich. SB