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»Es ist ein großer Schritt«

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Oberbürgermeister Manfred Kösterke (links) muss sich beruflich neu orientieren. Christian Kegel freut sich auf seine neue Aufgabe und will sich gut darauf vorbereiten, wie er betont.

Traunstein. Einige Überraschungen gab es bei der Stichwahl vor eineinhalb Wochen. Dazu gehört sicher auch der Ausgang der Wahl in der Großen Kreisstadt Traunstein: Oberbürgermeister Manfred Kösterke (UW) wurde abgewählt und Christian Kegel (SPD) zum neuen Rathauschef bestimmt. Doch wie bereitet sich der Gymnasiallehrer auf seine neue Aufgabe vor? Und wie geht es in beruflicher Hinsicht für den amtierenden Oberbürgermeister weiter? Wir haben nachgefragt.


Manfred Kösterke befindet sich »in einer beruflichen Neuorientierung«, wie er im Gespräch mit dem Traunsteiner Tagblatt sagt. Aber das Ganze sei natürlich nicht einfach, weil der Ausgang für ihn »durchaus überraschend« kam. »In einer Woche ist es schwierig, sofort was Neues zu haben.« Vor seinem Amtsantritt war der 51-Jährige in einer Gemeinschaftskanzlei als Rechtsanwalt tätig. Doch diese gibt es nicht mehr. Ob er eine neue Kanzlei aufmachen wird, das wisse er noch nicht.

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Die Situation ist sicher nicht einfach, doch Manfred Kösterke hat zumindest noch Zeit bis Juli, um sich beruflich neu zu orientieren.

»Das ist ein riesiger Vorteil«, findet Christian Kegel. »Zum einen habe ich jetzt drei Monate Zeit, zum anderen kann ich das Schuljahr fast ganz zu Ende bringen.« Zum 8. Mai tritt der 50-Jährige zunächst sein Stadtratsmandat an, im Juli rückt dann Robert Sattler für ihn nach. »Ich habe ein positives Gefühl und freue mich sehr auf meine neue Aufgabe«, betont Christian Kegel, auch wenn er zugibt, dass es natürlich ein Unterschied sei, Kandidat zu sein oder Oberbürgermeister. »Ich bin sehr gespannt und ich will mich natürlich so gut es geht auf die neue Aufgabe vorbereiten. Ich werde ein Bürgermeisterseminar machen und viel mit anderen reden, sei es mit Parteikollegen oder auch mit anderen Bürgermeistern.«

Seine Kollegen aus der Schule würden sich sehr für ihn freuen, »und sie bewundern meinen Mut, denn es ist ein großer Schritt.«

Oberbürgermeister Manfred Kösterke wird der Kommunalpolitik nicht ganz den Rücken kehren. Denn ab Mai wird er im Kreistag sitzen. KR