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»Es ist an der Zeit, dass die Gefährdung reduziert wird«

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Drei schwere Unfälle innerhalb kurzer Zeit ereigneten sich an der Blauen-Wand-Straße. Das Thema beschäftigte nun auch den Stadtrat. (Foto: FDL/Kirchhof)

Traunstein – Ein Thema, das derzeit viele in der Stadt Traunstein bewegt, kam auch im Stadtrat zur Sprache: Die vielen Unfälle an der Südspange. »Es ist an der Zeit, dass die Gefährdung reduziert wird«, sagte Oberbürgermeister Christian Kegel. Und Robert Sattler (SPD) betonte: »Da muss unbedingt was passieren, bevor es Tote gibt.« Das Staatliche Bauamt Traunstein denkt darüber nach, dort eine Ampel aufzustellen. Ein Kreisverkehr sei weniger geeignet, sagte Peter Maltan, der Leiter der Abteilung Straßenbau, auf Nachfrage des Traunsteiner Tagblatts.


Die Situation an der Südspange sei schon länger bekannt. »Wir haben auch versucht, mit verschiedenen Maßnahmen dem Unfallgeschehen entgegenzuwirken«, so Peter Maltan weiter. Vor zwei Jahren habe man spezielle Anzeigetafeln aufgestellt, die mittels LED die erlaubte Geschwindigkeit von 70 km/h anzeigen. »Das hat auch zunächst Wirkung gezeigt«, betonte der Leiter der Abteilung Straßenbau im Staatlichen Bauamt. Die Zahl der Unfälle sei zurückgegangen. Als jüngste Maßnahme habe man die beleuchtete Tafel »Achtung – gefährliche Einmündung« aufgestellt. Es müsse nun gemeinsam mit der Polizei ermittelt werden, wieso es innerhalb von zwei Wochen zu drei schweren Unfällen an der Südspange gekommen ist. In Bezug auf die Maßnahmen, die in Betracht kommen, sagte Peter Maltan: »Die Überlegungen gehen hin zu einer Ampelanlage.« Ein Kreisverkehr sei dort weniger geeignet. »Wir haben an der Stelle fast 20 000 Fahrzeuge. Da kommt ein Kreisverkehr schnell an seine Leistungsgrenze.« Es müsste ein Bypass gebaut werden, »aber dann rücken wir sehr nahe an die Traun. Wir wären dann im Hochwasserbereich«. Außerdem koste ein Kreisverkehr natürlich sehr viel Geld. »Deshalb tendieren wir in Richtung Ampel«, sagte Peter Maltan – auch wenn man sich hier bewusst machen müsse, dass die Fahrer auf der Blauen-Wand-Straße aufgehalten werden. »Es werden nun zeitnah Gespräche mit der Stadt, der Polizei und der Verkehrsbehörde geführt.« Danach werde es eine Entscheidung geben, so der Leiter der Abteilung Straßenbau.

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Auch ein weiteres Thema im Stadtrat bezog sich auf eine Verkehrssituation. Ursula Lay (UW) bedauerte, dass die Ampelanlage an der Wasserburger Straße ausgeschaltet wurde. Das sei für die Fahrer, die vom Empfinger Berg kommen, ungut. »Bleibt das so?«, wollte Lay wissen. Kegel bestätigte, dass die Ampel aus bleibt. »Das haben wir so beschlossen.«

Robert Sattler (SPD) sprach ein Thema an, das er schon einmal im Stadtrat vorgebracht hatte. Ein Autohändler stelle seine Fahrzeuge an der Crailsheimstraße ab und belege so wichtige Parkplätze. Könne man da nicht etwas machen, wollte Sattler wissen. »Wir haben dort Dauerparker, das ist richtig«, sagte Ordnungsamtsleiter Manfred Bulka. »Aber wir wissen noch nicht, wie wir damit umgehen.«

Von »chaotischen Verkehrsverhältnissen« an der Rupprechtstraße wegen der Baustelle, berichtete Dr. Christian Hümmer (CSU). »Gibt es eine Möglichkeit, das für die Anwohner erträglicher zu machen?«. Die Problematik sei der Stadt bekannt, sagte Bulka.

Wilfried Schott (Grüne) sprach den Bürgerantrag bezüglicher der Güterhalle an. Er sei darauf angesprochen worden, was damit sei. Oberbürgermeister Christian Kegel sagte, dass die Unterschriften für einen Bürgerantrag nicht ausreichten. Außerdem sei es fraglich, ob man die Güterhalle jetzt nutzen sollte. »Wir haben schließlich den Bürgerentscheid. Ein Abriss ist also denkbar. Das wirft kein gutes Licht auf uns.« Zum Hintergrund: Kulturinteressierte hatten einen Antrag bei der Stadt eingereicht. Sie hätten die Güterhalle gerne genutzt für Ausstellungen und Veranstaltungen. KR