weather-image
20°

»Es hätt' nicht besser laufen können«

0.0
0.0

Waging am See – Die fleißigen Helfer des Trachtenvereins Waging haben in diesen Tagen noch eine Menge zu tun: Das Zelt ist zu abzubauen, all die vielen Hinweistafeln und Dekorationen, die über den ganzen Ort verteilt für die Festwoche geworben hatten, müssen abtransportiert werden, ebenso der große Festaltar – und vieles, vieles andere mehr. Doch all die viele Arbeit, noch dazu in dieser Hitze, wird bei Weitem ausgeglichen von der Zufriedenheit, dass das fünftägige Fest zum 110-jährigen Bestehen des Trachtenvereins »D' Mühlberger« (wir berichteten) so gut und so erfolgreich verlaufen ist.


Auch Gauvorsitzender Peter Eicher hatte die Gestaltung der Festtage gelobt, die gezeigt habe, dass »die Trachtensach' lebt«. Und gerade das Ziach-Treffen habe einmal mehr bewiesen, dass ein Trachtenfest keinen Abend mit »moderner« Musik brauche; die Jugend komme auch so. Dass dies in Waging so ist und dass der Verein »einen Eckpfeiler im Gauverband I« darstelle, das sei ganz wesentlich das Verdienst von langjährigen Vorsitzenden wie Jakob Schneider, Engelbert Babinger und Hias Schneider.

Anzeige

Der aktuelle Vorsitzende des Vereins, Franz Hofmann, zeigte sich am Montag rundum zufrieden mit dem Fest: »Es hätte nicht besser laufen können«, meinte er und sprach großes Lob an Festleiter Hans Poller aus, der hervorragende Arbeit geleistet und immer alles im Griff gehabt habe. Poller selbst gab das Lob weiter an die vielen Helfer aus den eigenen Reihen und von anderen Ortsvereinen: Seiner Schätzung nach dürften es insgesamt um die 400 Leute gewesen sein, die entweder regelmäßig oder bei bestimmten Arbeiten mitgeholfen haben.

Und auch mit dem Besuch der Veranstaltungen herrschte Zufriedenheit. Ganz voll war das Zelt zwar nur am Sonntag nach dem Festzug, aber auch an den anderen Tagen seien eher mehr Leute gekommen, als man gedacht hätte, so die Einschätzung von Franz Hofmann. Eindrucksvoll waren auch die Teilnehmerzahlen der Trachtenvereine aus der Nachbarschaft: Den Meistpreis holten sich die »Raschenberger« Teisendorf mit 156 Mitgliedern vor den »Untersurtalern« Schönram (136) und den »Mühlthalern« Thundorf-Straß (111). Die größte Schar an Trachtlern (203) hatte zwar Surtal-Lauter mitgebracht, als Patenverein aber außer Konkurrenz. Und die Waginger selbst nahmen mit exakt 256 Mitgliedern am Festzug teil.

Rundum begeistert vom Festverlauf, vor allem auch vom Festsonntag, ist Hias Schneider, 20 Jahre lang Vorsitzender der »Mühlberger«. Er geriet geradezu ins Schwärmen, wie schön doch der Festgottesdienst im Kurpark gewesen sei, ein idealer Ort für solche Feiern. Und natürlich habe es auch das Wetter gut gemeint mit dem Verein: »Das Wetter ist das A und O.«

Und er weiß, von was er spricht: Schon sieben große Trachtenvereinsfeste hat er mitgemacht, das erste als kleiner »Taferlbua« und zuletzt in seiner Zeit als Vorsitzender das 100-Jährige samt Gaufest vor zehn Jahren: »Wir haben jedes Mal Glück gehabt mit dem Wetter.« he