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Es gibt Probleme mit der Müllabfuhr

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Nicht alle Tonnen werden im Moment pünktlich geleert. Doch die Leiterin der Gruppe Kommunale Abfallwirtschaft im Landratsamt Traunstein, Dr. Birgit Seeholzer, ist zuversichtlich, dass sich das Ganze bald eingespielt hat. (Foto: Reiter)

»Es gibt Probleme, das stimmt«, sagt Roman Schneider, der Pressesprecher des Landratsamtes. Manchmal kommt die Müllabfuhr gar nicht, manchmal erst am nächsten Tag und ein anderes Mal ist der Müllmann schon weg, wenn die Tonnen rausgestellt werden. Man müsse bedenken, dass es im gesamten Landkreis eine Umstellung gegeben habe. »Das sind 60 000 Haushalte.« Roman Schneider bittet um etwas Geduld, »bis sich das Ganze eingespielt hat.« Dr. Birgit Seeholzer, die Leiterin der Gruppe Kommunale Abfallwirtschaft, geht davon aus, »dass wir mit der nächsten Tour 95 Prozent richtig machen.«


30 Jahre lang waren drei Firmen im Landkreis Traunstein für die Müllabfuhr zuständig: Die Firma Untermaier aus Seeon-Seebruck, die Firma Wallisch und Straßer aus Tittmoning und die Firma Veolia aus Trostberg. »Da wussten die Fahrer einfach, wo jede Tonne steht, obwohl das oft gar nicht anhand von Straßen dokumentiert war«, erklärt Dr. Birgit Seeholzer. Es gebe Gebiete, zum Beispiel in Surberg oder Ruhpolding, »wo die neuen Fahrer noch nicht alle Tonnen finden.« In Vachendorf sei die Müllabfuhr früher erst nachmittags gefahren, jetzt komme sie in der Früh. »Da stehen dann noch nicht alle Tonnen draußen«, so Dr. Birgit Seeholzer. Und auch in Traunstein kam die Müllabfuhr nicht immer pünktlich. »Die Fahrer dürfen nicht länger als neun bis zehn Stunden fahren. Nachdem sie sich in manchen Gebieten noch schwer tun, haben sie Traunstein dann nicht mehr geschafft. Da kam die Müllabfuhr dann erst am nächsten Tag.« Doch die Leiterin der Abfallwirtschaft am Landratsamt ist zuversichtlich, dass die anfänglichen Probleme bald behoben sind.

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Die Neuregelung ergab sich durch die Ausschreibung der Müllabfuhrleistungen, die der Kreisausschuss vor einem Jahr beschlossen hat. »Das ist mittlerweile nach EU-Recht Pflicht. Dadurch soll auch neuen Firmen der Zugang zum Markt ermöglicht werden«, sagt Dr. Birgit Seeholzer. Den Zuschlag für die nächsten sieben Jahre haben die Wurzer Unternehmensgruppe aus Eitting (Landkreis Erding) in Zusammenarbeit mit Veolia Umweltservice Trostberg für den mittleren und den südlichen Landkreis erhalten. Im nördlichen Landkreis leert Remondis Chiemgau aus Chieming die Tonnen. »Wir sparen damit 95 000 Euro pro Jahr, darauf sind wir stolz«, sagt Dr. Birgit Seeholzer.

Das bedeutet aber nicht, dass der Einzelne ab sofort weniger Gebühren zahlen muss. »Das kommt in die gesamte Gebührenkalkulation mit rein. Wir warten ab, ob die Biotonne kommt. Und falls sie kommt, dann hoffen wir, dass es zumindest nicht teurer wird für die Bürger.«

Bei wem es Probleme gibt, der soll sich unter den Service-Nummern 0800/0987937 (Wurzer/Veolia), 08664/9885304 (Remondis) oder im Landratsamt Traunstein unter Telefon 0861/58473 melden. Nur so werden die Fahrer der neuen Unternehmen in Zukunft jede Tonne pünktlich leeren. KR