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Es fehlen vor allem Tenöre und Bässe

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Seit 20 Jahren singt Marianne Dotzauer im Sängerchor Traunreut. Dafür ehrte sie der Vorsitzende des Chiemgau-Sängerkreises, Albert Müller, bei der Jahreshauptversammlung mit der Ehrennadel des Bayerischen Sängerbundes. (Foto: Rasch)

Traunreut. Der Sängerchor Traunreut, der seit über 60 Jahren besteht, ist mit knapp 40 Sängern zwar gut bestückt, insbesondere wären aber neue und vor allem junge Stimmen »wünschenswert«, sagte die Vorsitzende Stephanie Meckel bei der Jahreshauptversammlung in der TuS-Sportplatzgaststätte. Es würden vor allem Tenöre und Bässe fehlen.


Nach Aussagen der Vorsitzenden liegt der Altersdurchschnitt des Chores bei 66 Jahren. Die älteste aktive Sängerin ist über 90. Meckel forderte die Mitglieder auf, kräftig die Werbetrommel für neue Sänger zu rühren. Die wöchentlichen Chorproben, zu denen neue Mitglieder jederzeit dazu stoßen können, finden immer mittwochs um 19.30 Uhr im Heim der Arbeiterwohlfahrt in Traunreut statt.

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Wie den Ausführungen der Schriftführerin Petra Holzmayr zu entnehmen war, war die Probenbeteiligung wieder sehr lobenswert. Waldemar Kalahur und Bärbel Wuttke hätten nur einmal gefehlt. Im letzten Jahr fanden 47 Proben statt, in denen wieder neue Lieder und große Werke für die Konzerte einstudiert wurden. Höhepunkte waren wieder das traditionelle Jahreskonzert und ein vorweihnachtliches Konzert in der katholischen Kirche.

Das Jahreskonzert war im letzten Jahr Giuseppe Verdi gewidmet. Anlässlich des 200. Geburtstages des italienischen Komponisten gab der Chor mit Unterstützung des Gesangsvereins Trostberg zwei Konzerte. Eines in Burghausen und eines im k1 in Traunreut. Mit der Verdi-Gala mit den Solisten Montserrat Caballero (Sopran) und Pablo Macias (Tenor) vor ausverkauftem Haus, habe man sich überall sehen und hören lassen können, sagte Chordirektor Richard Kalahur.

An Bürgermeister Franz Parzinger richtete er die Bitte, für das k1 sogenannte Akustikwände anzuschaffen. Die großen Vorhänge auf der k1-Bühne würden unheimlich viel schlucken, so Kalahur. Diese Problematik trete allerdings nur bei Institutionen auf, die, wie der Sängerchor, ohne Technik auftreten. Akustikwände optimieren nicht nur die Kommunikation zwischen den Sängern und Musikern auf der Bühne, sie steigern auch erheblich den Hörgenuss im Saal. Parzinger versprach, über die Möglichkeit einer solchen Neuanschaffung mit dem Leiter des k1 Kontakt aufzunehmen. Der Chor, der im Juni dieses Jahres ein Konzert in der italienischen Partnerschaft Nettuno geben wird und dieses am 18. Oktober im k1 wiederholen wird, sei ein wichtiger kulturschaffender Verein in Traunreut, so Parzinger.

Der Vorsitzende des Chiemgau-Sängerkreises, Albert Müller, hatte die ehrenvolle Aufgabe, Marianne Dotzauer mit der Ehrennadel des Bayerischen Sängerbundes auszuzeichnen. Dotzauer singt seit 20 Jahren im Traunreuter Sängerchor.

Für 50 Jahre Mitgliedschaft wurde seitens des Vereins Hedwig Müller geehrt. Müller, die lange Jahre im Chor mitgesungen hat, konnte aber nicht persönlich anwesend sein. Eine weitere Ehrung wurde Roswitha Lackner zuteil. Lackner verwaltet seit 20 Jahren die Vereinskasse. Die Einnahmen und Ausgaben in 2013 hielten sich fast die Waage. Ganze zwölf Cent sind übrig geblieben. ga