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Es darf keine Denkverbote geben

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Inzell. Die aktuelle Gemeindepolitik stand im Mittelpunkt der jüngsten Versammlung des SPD-Ortsvereines Inzell. »Vor uns liegen gewaltige Herausforderungen«, sagte Orts- und Fraktionsvorsitzender Sepp Rieder. Als vordringliche Aufgaben nannte er die Haushaltssanierung, die Zukunft des Hallenbades, die energetische Erneuerung und bessere Vermarktung der Max-Aicher-Arena sowie die bessere Breitbandanbindung von Inzell.


»Wenn wir Gewerbe ansiedeln und bestehendes erhalten wollen, muss die komplette Abdeckung mit schnellem Internet sichergestellt sein«, betonte Rieder sicher. Die gemeinsame Fraktion von SPD/Bürger für Inzell werde sich für dieses Ziel stark machen. Zur Bewältigung der äußerst angespannten Haushaltslage sieht Rieder schwierige Zeiten auf den neuen Bürgermeister und den Gemeinderat zukommen. »Uns wurde amtlich bestätigt, dass wir kaum finanzielle Spielräume haben«, so Rieder. Deshalb müsse jetzt vorbehaltlos diskutiert werden, was sich Inzell noch leisten wolle und vor allem könne. Für Rieder kann es dabei keine Denkverbote geben. »Wir müssen aber der Bevölkerung offen gegenübertreten und die Wahrheit ungeschminkt darstellen. Das haben wir im Wahlkampf versprochen und das werden wir halten«, so Rieder weiter. Um die Bevölkerung in alle Diskussionen rechtzeitig und umfassend einzubeziehen, soll auch eine »Informationsfreiheitssatzung« eingebracht und umgesetzt werden.

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»Was in den meisten Bundesländern Gesetz und vielen Kommunen Bayerns beschlossen wurde, kann für Inzell nicht falsch sein« pflichtete ihm Wilfried Hess bei. Für den Herbst ist deshalb eine öffentliche Veranstaltung geplant, bei der die effektive Bürgerbeteiligung im Mittelpunkt stehen wird. In regelmäßigen Stammtischen, nach Möglichkeit gemeinsam mit den »Bürgern für Inzell«, sollen die Bevölkerung aber auch alle Kandidaten zur Gemeinderatswahl in den Entscheidungsprozess mit einbezogen werden. Claudia Doppler wies darauf hin, dass alle Bemühungen das Ziel eines Fortschrittes beim Tourismus haben müssten, denn so Doppler, »davon leben wir«.

Aktiv einbringen wird sich die SPD Inzell in das Inzeller Ferienprogramm. Gleich zwei Veranstaltungen werden unter Federführung von Claudia Doppler angeboten: »Kreatives Haarstyling« und »Besuch im Freizeitpark Ruhpolding«. Claudia Doppler ist sich sicher, dass diese Angebote breit angenommen werden. Erstmals beteiligt sich die SPD Inzell gemeinsam mit der Arbeiterwohlfahrt und der Kritischen Akademie Inzell an der Betreuung der Inzeller »Sommerkinder« von berufstätigen Eltern während der Schulferien. »Hier hat die Arbeiterwohlfahrt unter der Regie von Walter Maier bisher Großartiges geleistet« lobte Claudia Doppler.