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Es bleibt bei der Wohnbebauung

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Traunreut – Städtische Parkfläche oder Wohnbebauung? Der Bauausschuss entschied sich für eine Bebauung des sogenannten Michael-Lohs-Grundstücks und lehnte einen Antrag von Rudolf Fielitz ab, die einmalige Chance des hochwertigen Grundstücks zu nutzen und für die Bürger dort einen kleinen Park anzulegen. Der dichte Baumbestand wäre wie geschaffen für diesen Zweck, heißt es in dem Antragschreiben. Mit ein paar Wegen und einem Springbrunnen oder Teich könnte in den Augen des Antragstellers das Image der Stadt entscheidend angehoben werden.


Auf dem insgesamt drei Flurnummern umfassenden Gesamtgrundstück sollten ursprünglich zehn Einzelhäuser gebaut werden. Inzwischen wurden die Grundstücke aber verkauft. Wegen eines Vorverkaufsrechts für ein Grundstück gibt es nun zwei Eigentümer. Sowohl der bisherige Eigentümer als auch die beiden neuen Eigentümer konnten bisher aufgrund des rechtskräftigen Bebauungsplans als auch durch das, bisher vom Stadtrat abgesegnete, Änderungsverfahren darauf vertrauen, dass die Grundstücke weiterhin für eine nachverdichtete Wohnbebauung genutzt werden sollten. Deshalb regte die Verwaltung an, den Antrag auf einen öffentlichen Park abzulehnen, an den bisherigen Planungsabsichten festzuhalten und die Grundstücke weiterhin für eine Wohnbebauung vorzusehen. Der Antrag von Rudolf Fielitz wurde dann auch ohne längere Diskussion abgelehnt. Gleichzeitig wurde beschlossen, das laufende Änderungsverfahren der Entwurfsplanung für zehn Einzelhäuser einzustellen und den Bebauungsplan zugunsten von zwei Wohnblöcken zu ändern.

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Der Grundstücksbesitzer der beiden südlichen Grundstücke, die Brüderl Vision GmbH, möchte dort zwei dreigeschossige Wohnblöcke bauen, wobei das dritte Geschoß zurückgesetzt werden soll. Nach Angaben von Georg Brüderl, sind pro Gebäude jeweils sechs Zwei-, Drei- und Vier-Zimmer-Wohnungen vorgesehen. Die Erschließung soll sowohl über die Gottfried-Michael-Straße als auch über die Westendstraße erfolgen. Von der Westendstraße, die nach Aussagen von Bürgermeister Klaus Ritter ohnehin zur Einbahnstraße umgestuft werden soll, ist auch die Tiefgaragenzufahrt geplant. Nach Angaben von Brüderl werden ausreichend Tiefgaragenplätze vorgehalten, die durch reduzierte, oberirdische Parkplätze ergänzt werden. Günther Dzial (SPD) begrüßte den Bau einer Tiefgarage, zumal die Stadt in Zukunft darauf großen Wert lege. »Ich erlaube mir, Sie zu loben«, sagte Dzial an den Bauherrn gerichtet. Dem Traunsteiner Tagblatt sagte Brüderl, dass mit dem Bau der Häuser zeitnah begonnen werden soll. »Wenn es geht, wollen wir noch heuer anfangen.«

Die vom Hauptausschuss beschlossenen Empfehlungen, das laufende Verfahren einzustellen und einen neuen Änderungsbeschluss zu fassen sowie den Antrag auf die Anlegung eines öffentlichen Parks abzulehnen, muss der Stadtrat in seiner Sitzung am morgigen Donnerstag um 16 Uhr noch absegnen. Weitere Themen sind die Vorstellung und Billigung der aktuellen Planung mit Kostenermittlung für die Unterbringung der Schützengilde Traunwalchen im neuen Feuerwehrhaus der Feuerwehr Traunwalchen, das im Gewerbegebiet Oderberg gebaut werden soll.

Entschieden werden soll auch über eine Lösung der Verkehrssituation in Oderberg, insbesondere für den Fahrradverkehr. Behandelt werden ferner der Antrag der SPD-Stadtratsfraktion zur Förderung des sozialen Wohnungsbaus in Traunreut und die Änderung des Bebauungsplans »Sportfeld« im Bereich südlich der Weisbrunner Straße in St. Georgen. ga