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Es bleibt bei den verkürzten Öffnungszeiten der beiden Filialen

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Traunreut. Kunden der Raiffeisenbank in Traunwalchen und Sankt Georgen befürchten nach verkürzten Öffnungszeiten die völlige Schließung der Filialen. Männer- und Frauenverein Traunwalchen hatten Unterschriften gesammelt und das Genossenschaftsinstitut aufgefordert, die Schalterstunden am Vormittag von Montag bis Freitag wieder einzuführen und zusätzlich an einem Nachmittag zu öffnen.


Seit 2. November ist die Filiale in Traunwalchen nur noch dienstags und donnerstags geöffnet, in Sankt Georgen am Montag und Freitag sowie am Mittwochvormittag. Wegen der öffentlichen Kritik versuchten jetzt die Bankvorstände, Mitglieder-Vertreter, Vertreter der Ortsvereine und der Geschäfte »von der Notwendigkeit dieser Veränderungen« zu überzeugen. Das erhoffte positive Signal blieb allerdings aus: Die Geschäftsführung machte keine Zugeständnisse.

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»Man denkt viel zu wenig an die alten Leute, die sich im Umgang mit den neuen Medien und Automaten sehr schwer tun«, kritisierte der Vorsitzende des Männervereins, Franz Jaksch. Hans Bernhard Kesy aus Oderberg meinte, es sei schwer nachvollziehbar, dass über die Hälfte der Schalteröffnungszeiten wegefallen, zumal die Bank mit dem Slogan »nah am Kunden« werbe. Die Bank laufe Gefahr, treue Kunden an die Konkurrenz zu verlieren. »Die Plauderstunde hätte ich mir sparen können«, meinte er schließlich und verließ frühzeitig die Gesprächsrunde.

Konrad Baueregger erklärte, vor allem in Traunwalchen sei ein gravierender Rückgang der Kundenfrequenz zu verzeichnen. Kundenkontakte hätten sich in den letzten Jahren verstärkt vom Schalter zum Online-Banking und Automatengeschäft verschoben. Er verwies darauf, dass von Montag bis Freitag in beiden Geschäftsstellen von 8 bis 20 Uhr Beratungstermine möglich seien.

Hofmann zufolge gab es in Traunwalchen seit Januar durchschnittlich 8 Auszahlungen am Tag, vor der Einführung der neuen Öffnungszeiten seien es 4,7 Auszahlungen am Tag gewesen. Der Schließung der Geschäftsstellen widersprachen die Bankvorstände. Man wollte beide erhalten.

Nachdem der Rückgang der Kundenfrequenz in Sankt Georgen nicht ganz so gravierend sei wie in Traunwalchen, habe man sich dort für einen zusätzlichen Öffnungstag am Vormittag entschieden. Das Personal pendle zwischen Traunwalchen und Sankt Georgen: Die Bankangestellten arbeiten zwei Tage in Traunwalchen und zweieinhalb Tage in Sankt Georgen. ga