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Erweiterungsbau des Rathauses ist eingeweiht

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Bürgermeister Klaus Ritter (links) und Architekt Rainer Köhler enthüllten eine Tafel anlässlich der Einweihung. (Fotos: Mix)
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Pfarrer Thomas Tauchert ( vorne von links) und Pfarrer Konstantin Bartok gaben dem Erweiterungsbau den kirchlichen Segen. Auch Altbürgermeister Franz Parzinger war bei der Einweihung.

Traunreut. Der Spatenstich für den Erweiterungsbau des Traunreuter Rathauses hatte am 25. Mai 2012 stattgefunden. Fast zweieinhalb Jahre später konnte der Neubau, der bereits im Dezember 2013 bezogen und in Betrieb genommen worden ist, nun offiziell eingeweiht werden. Bei einem Tag der offenen Tür hatte die Bevölkerung von Traunreut nach den Feierlichkeiten die Gelegenheit, sich ausgiebig in den Räumlichkeiten umzusehen.


Bürgermeister Klaus Ritter gab zu Beginn der Einweihungsfeier einen kurzen Abriss der Geschehnisse: Am 7. Dezember 2011 hatte der Bauausschuss die Freigabe für die Planung des dringend notwendigen Erweiterungsbaues gegeben. Damals lag eine Kostenschätzung in Höhe von 6,3 Millionen vor. Bei rund 6,5 Millionen Euro liegt nun nach Fertigstellung die tatsächliche Bausumme.

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Die derzeit 73 Beschäftigten im Rathaus hätten nun ausreichend Platz und seien für die immer umfangreicher werdenden Verwaltungsarbeiten gut gerüstet, wie der Bürgermeister ausführte. Lediglich die Außenanlagen müssten noch fertiggestellt werden.

Altbürgermeister Franz Parzinger, unter dessen Regie Planung und Bau des neuen Rathauses erfolgt waren, blickte auf einen noch längeren Zeitraum zurück: »Seit mehr als zehn Jahren haben wir schon über die räumlichen Probleme im Rathaus diskutiert.« Es seien Überlegungen angestellt worden, ob man einzelne Aufgabenfelder auslagern solle, das Rathaus aufstocken oder anbauen könne. »Zugunsten anderer Baumaßnahmen in der Stadt haben wir das Rathaus immer wieder verschoben«, erinnerte sich Franz Parzinger – bis der Stadtrat dann beschlossen habe, »jetzt ist aber endlich das Rathaus dran.«

Den Umzug in die neuen Büros im Dezember habe er noch gut in Erinnerung. Damals seien die Putzkräfte noch nicht aus dem Haus gewesen, als der Umzug am Nikolaustag startete. Nun hätten die Mitarbeiter im neuen Gebäude »die besten Voraussetzungen, um ihre Aufgaben erledigen zu können«. »Der Erweiterungsbau ist zweckmäßig und modern, wie es zu der jungen, dynamischen Stadt Traunreut passt«, so der Altbürgermeister.

Landrat Siegfried Walch hob die Bedeutung der Stadt für den Landkreis und die ganze Region hervor: »Traunreut ist die Einkaufs- und Industriestadt unserer Region. Die dynamische Entwicklung dieser Stadt in ihrer erst 60-jährigen Geschichte hat eine enorme Ausstrahlungskraft für den ganzen Landkreis.« Besonders in Bezug auf Integration habe Traunreut Enormes geleistet und diese Aufgabe sei auch nie zu Ende.

Architekt Rainer Köhler erklärte, dass ein Rathaus neben Kirche und Schule zu den wichtigsten Gebäuden in jeder Gemeinde gehöre. Deshalb bedeute die Gestaltung dieses Baues für ihn nicht nur eine architektonische, sondern auch eine gesellschaftliche Verantwortung. Für den Architekten gibt es keinen Widerspruch zwischen Baukunst und Funktionalität. Bei der Planung seien für ihn klare Linien wichtig gewesen, Offenheit sowie eine helle freundliche Atmosphäre.

»Brückenschlag« zwischen Alt und Neu

Als Besonderheit verwies der Planer auf den Übergang zwischen den beiden Rathäusern, quasi ein »Brückenschlag« als Verbindung zwischen Alt und Neu. Rainer Köhler übergab symbolisch einen überdimensionalen Schlüssel an Bürgermeister Klaus Ritter, den Geschäftsführenden Beamten Josef Maier und Personalratsvorsitzenden Engelbert Bachl.

Anlässlich der Einweihung trugen sich Landrat Siegfried Walch, Altbürgermeister Franz Parzinger, Architekt Rainer Köhler, die beiden Pfarrer Thomas Tauchert und Konstantin Bartok sowie Bürgermeister Klaus Ritter ins Goldene Buch der Stadt ein. Nachdem im Eingangsbereich des Neubaus eine Einweihungstafel enthüllt worden war, gaben Pfarrer Thomas Tauchert und Pfarrer Konstantin Bartok von der rumänisch-orthodoxen Gemeinde dem neuen Rathaus den kirchlichen Segen. Thomas Tauchert erinnerte dabei daran, dass »das Geistliche und das Weltliche nicht zu trennen sind, sie gehören zusammen.« mix