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Erste Teisendorfer »Handwerkerroas« geplant

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Foto: pixabay

Teisendorf – Erstmals möchte die Fachgruppe Handwerk des Wirtschaftskreises Teisendorf heuer eine »Handwerkerroas« organisieren. Am Samstag, 1. Juli, können dabei 13 Betriebe im ganzen Gemeindegebiet besichtigt werden. Wer möchte, kann dafür einen Zubringerbus nutzen. Im Wirtschafts- und Entwicklungsausschuss der Gemeinde Teisendorf stellte Dr. Michael Germann-Bauer die Initiative vor.


In der Fachgruppe Handel gebe es bereits viele Aktionen das Jahr über, erklärte der Sprecher der Fachgruppe Handwerk. Man sei sich unter den Handwerkern einig: »Wir müssen irgendwas auf die Beine stellen und uns präsentieren.« Erste Veranstaltung war ein Vortrag von German-Bauer im Bergbaumuseum Achthal über altes Handwerk. Bei der neuen Aktion sollen mehr Gewerbetreibende ins Boot geholt werden.

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Von drei jungen Handwerkern, Hannes Schmuck, Tobias Fuchs und Simon Ebersberger kam dann die zündende Idee, inspiriert von der Traunsteiner Wirtshausroas. »Man muss schauen, dass man die Leute mit einer Gaudi packt«, betonte er. Beabsichtigt sei auch gewesen, so viele Gemeindeteile wie möglich einzubinden, was in Ansätzen gelungen sei. Der Bus starte in Tragmoos und fahre über Oberteisendorf und Surmühl nach Neukirchen und zurück ins Teisendorfer Ortszentrum. Unterwegs könne man zu- und aussteigen und bei den einzelnen Betrieben verweilen. In Weildorf habe sich leider kein interessierter Handwerker gefunden.

Man habe sich auf 13 Betriebe geeinigt, die den Tag und die Werbung dafür mit einer kreativen jungen Traunsteiner Agentur gemeinsam stemmen. Drum herum könne sich entlang der Route ein Rahmenprogramm ranken, zum Beispiel mit Führungen über historische Ereignisse. Philipp Strohmaier, Inhaber der Surmühle, wolle heuer den Mühlentag auf den 1. Juli legen.

Geplant ist, dass vier Busse mit jeweils 16 Sitzen von 10 bis 17 Uhr etwa im 20-Minuten-Takt fahren. Die Organisatoren gehen auch davon aus, dass einige Gäste mit dem eigenen Auto oder dem Radl fahren. Um ein umweltfreundliches Verhalten zu fördern, gibt es bei einem Ofenbauer in Oberteisendorf eine Prämie für alle, die mit dem Rad kommen.

Die 13 Betriebe decken die verschiedensten Branchen ab: Glaserei, Spenglerei, Ofenbau, Bau, Wasser und Abwasser, Schreinerei, Holzbau, Rolladenbau, Heizung-Sanitär, Malerhandwerk und Solartechnik.

Grünen-Gemeinderat Edwin Hertlein schlug vor, dass die Firma Hogger, die die Busse stellt, an diesem Tag für den Gemeindebus Werbung macht. Anita Niederstraßer (FWG) regte an, gleich den Gemeindebus für den Zubringer-Service zu verwenden, zumal darin gut Räder befördert werden könnten, wenn zum Beispiel jemand gerne radeln möchte, aber die Strecke nach Neukirchen mit dem Bus überbrücken will.

Zweiter Bürgermeister Norbert Schader (FWG) plädierte dafür, das auf der Strecke liegende Bergbaumuseum im Achthal einzubinden. Andreas Neumeier (CSU) fände Aktionen, bei denen Jugendliche mitmachen können, gut. Bürgermeister Thomas Gasser sprach sich dafür aus, eventuell bereits abgeschlossene Projekte von einzelnen Handwerkern in die Route einzubinden. »Ich finde das super«, zeigte sich Neumaier begeistert, ebenso wie die anderen Ausschussmitglieder.

Jeder Handwerker organisiert seine eigene Veranstaltung im Haus einschließlich Verpflegung laut Germann-Bauer selbst. Geplant sei auch, den Erlös für einen guten Zweck zu spenden. Die Idee dahinter sei, sich als Handwerker in der eigenen Gemeinde bekannter zu machen – viele Aufträge führten die Handwerker in weiter entfernte Gegenden – und auch die Jugend für das Handwerk zu begeistern und auf diese Weise vielleicht sogar geeignete Lehrlinge zu gewinnen. Zudem könnten wachsende Betriebe sich selbst gut darstellen.

Jugendreferentin Anita Niederstraßer schlug vor, auch an der Schule für die Veranstaltung zu werben. Auch ein eigener Internetauftritt der Teisendorfer Handwerker für die Handwerkerroas entsteht in Kürze. vm