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Erste Pläne für Zischek-Anwesen vorgestellt

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Vachendorf – Eine erste Planung für das von der Gemeinde Vachendorf erworbene Zischek-Anwesen stellte Bürgermeister Rainer Schroll in der jüngsten Gemeinderatssitzung vor. Demnach sollen in dem Gebäude im Erdgeschoss Saal, Garderobe, Toiletten und Technikräume und im ersten Obergeschoss ein Mehrfunktionsraum, ein Vereinsarchiv, ein Raum für die heimatkundliche Sammlung und ein Jugendraum entstehen.


Der Bericht über den Ist-Zustand sei nicht so sehr erfreulich, meinte Schroll. Deshalb soll das Gebäude entkernt und nur die Außenwände sollen saniert werden. Dies sei auch wegen der Statik notwendig, weil man möglichst große Räume brauche. Zunächst werde die Gemeinde einen Zustandsbericht an die Regierung wegen der Fördermöglichkeiten schicken, so Schroll.

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Über den Sachstand der wasserrechtlichen Erlaubnis und die Erstellung eines Kanalkatasters berichtete in einem weiteren Tagesordnungspunkt Diplomingenieur Matthias Gerold vom Ingenieurbüro in Prien, da der wasserrechtliche Bescheid zum 31. Dezember 2014 ausläuft. Dabei ging es um die Einleitung von Mischwasser aus dem Regenüberlaufbecken sowie von Niederschlagswasser von befestigten Straßenflächen aus dem Regenklärbecken in den Fuschbach. Nach 20 Jahren musste das Ingenieurbüro überprüfen, ob Regenüberlauf- und Regenklärbecken noch ausreichend sind und das Wasser weiterhin in den Fuschbach eingeleitet werden darf.

Bei beiden Becken wurde festgestellt, dass das vorhandene Volumen ausreichend und keine baulichen Veränderungen notwendig sind. Einstimmig beschloss das Gremium daraufhin den Abschluss eines Ingenieurvertrags mit dem Ingenieurbüro Dippold + Gerold zur Erstellung der Antragsunterlagen für die wasserrechtliche Genehmigung zur Einleitung von Niederschlagswasser in den Fuschbach sowie für die Pflege und Wartung eines Kanalkatasters. Die Kosten belaufen sich auf ca. 45 000 Euro.

Noch einmal befasste sich das Gremium mit dem Bauantrag zur Errichtung eines Mehrfamilienhauses im Gebiet »Am Spenderberg«, nachdem die von der Gemeinde geforderten Änderungen im Bauplan berücksichtigt wurden und das Gebäude nach Süden verschoben wird. Dadurch entstehe bei den Carports keine Grenzbebauung mehr, sagte der Bürgermeister. Bezüglich der Dachneigung und des Quergiebels erteilte der Gemeinderat Freistellung von den Festsetzungen des Bebauungsplans. Dafür muss die Bauhöhe eingehalten werden.

Mit der Einholung von Angeboten für die Umgestaltung des Rathausvorplatzes wurde der Bürgermeister ohne Gegenstimme beauftragt. Dort sollen zwei Bänke und ein Pflanztrog entstehen, damit der Vorplatz einen Platzcharakter erhält. Gepflastert werden soll er mit Klinkerplatten. Ferner wurde der Anschluss des Rathauses an die Gasversorgung für 3670 Euro beschlossen. Der Bürgermeister soll sich weiterhin erkundigen, ob auch das andere Gemeindehaus an die Gasleitung angeschlossen werden kann.

Der Gemeinderat sprach sich zudem einstimmig für eine interkommunale Zusammenarbeit mit der Gemeinde Grabenstätt bei der Breitbanderschließung aus. Laut Bürgermeister Schroll betrage der Fördersatz 80 Prozent, das wären maximal 700 000 Euro. Bei einer interkommunalen Zusammenarbeit kämen weitere 50 000 Euro hinzu. Für den notwendigen Masterplan der Breitbandversorgung, um in die Ausschreibung gehen zu können, bewilligten die Gemeinderäte 1250 Euro. Hierfür würde ein Zuschuss bis zu 4600 Euro geleistet, sagte Schroll. Bjr