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Erste Hochwasserschutzmaßnahme fast fertig

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Statt einer neuen Brücke wurde am Mehrentaler Graben eine Furt mit Natursteinen und vor der Wasserleitung eine Schwergewichtsmauer erstellt. Damit ist nun die Trinkwasserversorgung wieder sicher. Das anfallende Schichtwasser des Bachs wird über ein Ablaufrohr abgeleitet. (Foto: Stephan)

Staudach-Egerndach. In wenigen Tagen wird der Hochwasserschaden am Mehrentaler Graben beseitigt sein, versprach Bürgermeister Hans Pertl, der den Baufortschritt in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats von Staudach-Egerndach bekannt gab.


Der Mehrental Graben an den Nordhängen des Aschauer Zipf und des Zinnkopfs entwässert den Ortsteil Avenhausen in die Egerndacher Filzen. Über den Graben führte eine Brücke und unmittelbar daneben ist eine Trinkwasserversorgungsleitung, die den Graben quert. Die Trinkwasserhauptleitung verbindet die Quelle mit dem Hochbehälter der öffentlichen Trinkwasserversorgung.

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Beim Hochwasser im vergangenen Jahr sei es, so Pertl, durch den starken Regen zu großen Geschiebeablagerungen am Mehrentaler Graben gekommen. Diese türmten sich dann meterhoch vor der Brücke auf und zerstörten schließlich die Brücke. Die Trinkwasserleitung, die unterhalb der Brücke befestigt war, wurde dabei freigespült und lag ungesichert rund eineinhalb Meter über dem Bachbett.

Pertl erklärte, dass zur Behebung des Schadens zunächst die Zufahrtswege hergerichtet und im Bereich der Trinkwasserleitung die Straße angehoben werden mussten. Das Geschiebe an der Brücke wurde entfernt und im Gelände einplaniert. Auch Schwemmholz und die alte Brücke mussten wieder entfernt werden.

Nun wurde statt der Brücke eine Furt mit vorhandenen Natursteinen erstellt. Vor der Wasserleitung wurde zudem eine Schwergewichtsmauer eingebaut. Die Wasserleitung ist nun wieder sicher und der Hochwasserschaden behoben. In wenigen Tagen sind die Bauarbeiten dann endgültig abgeschlossen.

Die Maßnahme kostet rund 124 000 Euro. Hierzu erklärte Verwaltungsgeschäftsleiter Florian Stephan den Räten, dass die Kosten fast zu 100 Prozent aus dem Bayerischen Förderprogramm zur Behebung von Hochwasserschäden finanziert werden. tb