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Erste Corona-Schnelltests am Johannes-Heidenhain-Gymnasium Traunreut gestartet

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Die 17-jährige Sophie aus Palling war eine der ersten Schülerinnen des Johannes-Heidenhain-Gymnasiums, die sich am Montag in der Schule einem Corona-Schnelltest unterzogen haben. Schulleiter Matthias Schmid gab ihr Anweisungen. (Foto: Rasch)

Traunreut – »Guad schaut's aus«, so Schulleiter Matthias Schmid: Bei allen Schülerinnen und Schülern des Johannes Heidenhain-Gymnasiums Traunreut, die sich am Montag freiwillig den sogenannten »Nasenbohrtests« unterzogen haben, sind die Befunde negativ ausgefallen. Rund 15 Gymnasiasten der Q12 und sechs Lehrkräfte sowie zwei Schüler der Partnerklasse der Wilhelm-Löhe-Schule haben den Corona-Schnelltest in der Schule gemacht.


Im Moment besuchen nur die rund 50 Q12-Schüler abwechselnd den Präsenzunterricht. So standen zwei Termine, jeweils vor Schulbeginn, zur Auswahl. Um 20 Minuten vor acht waren es gerademal vier Schüler, die sich dem Test unterzogen hatten, gegen 8.20 Uhr füllten sich die Plätze nach und nach. Dass am ersten Tag relativ wenig Schüler daran teilgenommen haben, führt Schulleiter Matthias Schmid auch darauf zurück, dass sich die Schüler dafür zusätzlich Zeit nehmen müssen. »Der Test ist freiwillig und vielleicht liegt es auch daran, dass sich die Schüler vor dem Unterricht nicht die Zeit dafür nehmen wollen.« Die Schnelltests werden jetzt jeden Montag angeboten.

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Sophie und Isabell aus Palling wollten den Test auf alle Fälle machen. Auch wenn es »schon ein bisschen aufregend ist «, wie die beiden Freundinnen gegenüber dem Traunsteiner Tagblatt verrieten. Umso mehr stieg bei den beiden auch die Spannung, während sie auf das Ergebnis warteten. Nach wenigen Minuten dann die Erleichterung: Der Befund ist negativ.

Nach Angaben des Schulleiters wurden die Tests bereits am Freitag von der Feuerwehr im Gymnasium angeliefert. Bevor die Proben an die Schüler ausgegeben werden, müssen die Lösungen von den Lehrern und dem Schulpersonal einzeln vorbereitet werden. Insofern sind diese Schnelltests auch mit einem nicht unerheblichen zeitlichen Aufwand verbunden: »Wenn alle Schüler da wären, wäre das nicht durchführbar«, räumte Schmid ein. Auch sein Stellvertreter Matthis Reuter ist sich sicher, dass die Schule dem Aufwand nicht gewachsen wäre, wenn alle Schüler da wären: »Bei allen Schülern kriegt man das nicht hin«, sagte Reuter.

Und so funktioniert der Nasen-Abstrich: Der sterile Abstrichtupfer muss zunächst vorsichtig in ein Nasenloch eingeführt werden und in einer Drehbewegung viermal über die Schleimhaut gestrichen werden, um Schleim und Zellen aufzunehmen. Der Vorgang muss dann im anderen Nasenloch wiederholt werden. Die Tupfer müssen dann mindestens sechsmal in einem Extraktionsröhrchen gedreht und an den Boden und die Innenwand des Röhrchens gedrückt werden.

Nach einer Minute muss der Tupfer dann noch mehrmals angedrückt werden. Dann kann der Tupfer sicher entnommen und entsorgt und die Tropfkappe auf ein Röhrchen mit der Probe aufgesetzt werden. In die Vertiefung einer kleinen Testkassette müssen dann vier Tropfen gegeben werden. Die Ergebnisse liegen nach rund 15 Minuten vor. ga

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