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Erst genehmigen lassen, dann bauen

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Foto: Symbolbild, pixabay

Wonneberg – Es war nicht das erste Mal, dass sich der Gemeinderat Wonneberg mit der nachträglichen Genehmigung eines bereits erstellten Baus beschäftigen musste.


Allerdings handelte es sich bisher meist um kleinere Vorhaben wie Hütten oder Zäune. In der jüngsten Sitzung ging es um einen nicht genehmigten Garagenanbau mit Werkstatt in Voitswinkel.

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Für beide Gebäude hat das Landratsamt Traunstein nach einer Baukontrolle den Abriss angeordnet. Nach Auffassung der Behördenvertreter werde die Halle gewerblich genutzt, was den baurechtlichen Festsetzungen im Außenbereich massiv entgegenstehe. Ein Bußgeldbescheid leitete man ebenfalls ein. Der Gemeinderat stellte die Eingabe auf Baugenehmigung vorerst zurück. Man wolle dem Antragsteller zunächst die Möglichkeit geben, einen Nachweis zu erbringen, ob und wo genau ein Gewerbe ausgeübt wird, lautete der einmütige Tenor.

»Dem Anbau einer Garage mit Werkstatt für landwirtschaftliche Maschinen im Außenbereich kann nur zugestimmt werden, wenn es einem land- oder forstwirtschaftlichen Betrieb dient«, erläuterte Bürgermeister Martin Fenninger die baurechtlichen Bestimmungen. Doch in dem konkreten Fall sei fraglich, ob die landwirtschaftliche Maschinenhalle nicht zusätzlich gewerblich genutzt werde, zumal die beantragte Größe deutlich überdimensioniert erscheint. »Im Außenbereich wäre ein solches Bauvorhaben nicht genehmigungsfähig, vor allem weil dann auch mehrere öffentliche Belange dagegenstehen würden«, resümierte der Rathauschef.

Nun muss der Grundstückseigentümer nachweisen, ob ein Gewerbe angemeldet ist und – falls diese Vermutung zutrifft – in welchen Räumen die Tätigkeit genau ausgeübt wird. »Aber unerheblich, wie die Angelegenheit hier ausgeht. Die richtige Vorgehensweise ist, erst ein Bauvorhaben genehmigen lassen und dann zu bauen«, betonte Fenninger nachdrücklich. mia