weather-image
29°

Erst backen und dann gleich verstecken

5.0
5.0
Bildtext einblenden
Rosi Brenninger aus Traunstein zeigt ihre Nürnberger Elisenlebkuchen. Im Hintergrund steht schon das nächste Blech mit einer neuen Plätzchensorte parat.
Bildtext einblenden

Traunstein – Es duftet im ganzen Wohnhaus schon herrlich nach frisch Gebackenem. In der Küche steht Rosi Brenninger am Herd und richtet gerade das nächste Blech mit ihren Weihnachtsplätzchen her. Und davon macht sie viele. »So acht bis zehn Sorten werden es in diesem Jahr werden«, sagt sie. Normalerweise mache sie mehr. »Aber unser junger Hund Ronny hält uns so auf Trab, dass ich in diesem Jahr wohl nicht zu mehr kommen werde«, lacht sie.


Und danach muss sie die Vanillekipferl, die Schokocrossis, die Kokosmakronen, die Nürnberger Elisenlebkuchen, die Nussmakronen, die Nussecken, die Linzer Törtchen und die Spitzbuben gleich gut verstecken, »sonst sind schon Mitte Advent keine mehr da«, lacht die Traunsteinerin. Denn, so bald sie zum Backen anfängt, kommt ihr Mann Georg regelmäßig in der Küche vorbei. »Er testet die Plätzchen aber nur, sagt er immer.« Und auch ihre Tochter Stephanie, die auf dem Weg zur Arbeit immer noch kurz bei ihren Eltern vorbeischaut, bedient sich bei den Köstlichkeiten.

Anzeige

Deshalb sei es auch schon öfters vorgekommen, dass sie kurz vor Weihnachten noch einmal ran musste, um für Nachschub bei den Plätzchen zu sorgen. Eines der Renner in der Familie sind die Nürnberger Elisenlebkuchen. »Die muss ich immer gleich am Anfang machen«, sagt Rosi Brenninger. »Darauf freut sich immer die ganze Familie.« Bei den anderen Sorten hat »jeder seinen eigenen Favoriten«.

Die Elisenlebkuchen haben dabei schon durchaus Tradition. »Das ist ein Rezept von meiner Mutter«, verrät Rosi Brenninger. »Die sind leicht gemacht und sie schmecken wirklich herrlich.« Den Teig dafür bereitet sie am Vorabend vor. »Der Teig sollte über Nacht ruhen, damit er am nächsten Tag perfekt zum Backen ist«, betont sie.

Auf die Adventszeit freut sich Rosi Brenninger übrigens jedes Jahr aufs Neue. »Es ist einfach eine besinnliche Zeit«, sagt sie. Und auch eine Zeit des Gebens. Rosi Brenninger engagiert sich nämlich auch seit Jahrzehnten sozial. Seit einigen Jahren hat sie in den ehemaligen Räumen der Schreinerei ihres Mannes an der Zirnbergerstraße 15 einen eigenen Kleider- und Flohmarkt eröffnet. »Die Einnahmen spende ich zu 100 Prozent an Einrichtungen im Landkreis«, sagt Rosi Brenninger. Zuletzt etwa unterstützte sie das Traunsteiner Tierheim oder den »Bunten Kreis« in Traunstein mit Spenden. Auch in den nächsten Wochen wird sie die Einnahmen der vergangenen Monate wieder weitergeben.

Geöffnet hat ihr Markt jeden Donnerstag von 14 bis 16 Uhr und jeden ersten Samstag im Monat von 9 bis 13 Uhr. »Zu dieser Zeit werden dann auch keine Plätzchen gebacken«, erzählt sie schmunzelnd. Aber danach gehe es gleich damit weiter, versichert sie. Allerdings ist sie in diesem Jahr so gut wie fertig mit dem Backen. »Höchstens ich muss wieder nachbacken«, lacht Rosi Brenninger. Der Blick in ihr Versteck verrät zwar, dass es momentan noch ganz gut ausschaut. »Aber das kann sich ganz schnell ändern.«

Das Traunsteiner Tagblatt sucht für seine diesjährige Adventsserie die besten Rezepte seiner Leser aus den Landkreisen Traunstein und Berchtesgadener Land, die zur staden Zeit passen.

Das können Backrezepte für Plätzchen genauso sein wie Anleitungen für die Zubereitung von ausgefallenen Fisch- oder Bratengerichten sowie von Süßspeisen. Besonders interessant wären freilich alte, bereits in Vergessenheit geratene regionale Rezepte. Die besten Rezepte werden in einer Serie unter dem Titel »Kulinarischer Advent« täglich vom heutigen Samstag bis zum Heiligen Abend in der Zeitung veröffentlicht.

Mit Unterstützung der Familie Tanner verlost das Traunsteiner Tagblatt ein Drei-Gänge-Menü für zwei Personen im Landhaus Tanner in Waging unter allen, die uns ihr Lieblingsrezept verraten.

Wenn Sie mitmachen wollen, dann schicken Sie es unter dem Stichwort »Kulinarischer Advent« per E-Mail an das Traunsteiner Tagblatt unter lokales@traunsteiner-tagblatt. de oder per Post an die Lokalredaktion, Marienstraße 12, 83278 Traunstein. Wichtig sind neben den Angaben zum Koch (Name, Wohnort, Telefonnummer) eine exakte Zutatenliste und eine detaillierte Zubereitungsbeschreibung. Schön wäre auch ein Bild vom Gericht und/oder vom Koch bei der Zubereitung.

Gewinnen können aber nicht nur begeisterte Bäcker und Köche, sondern auch unsere Leser. Wir werden am 19. Dezember eine Frage zu unserer Serie »Kulinarischer Advent« stellen. Wer diese richtig beantwortet, hat am Heiligen Abend (an diesem Tag werden die Gewinner bekanntgegeben) ein Geschenk unter dem Weihnachtsbaum: Zwei Freikarten für das Silvesterkonzert der Stadt Traunstein am 31. Dezember um 19 Uhr im Großen Saal des Rathauses. Die Salonmusik Saitensprünge präsentiert an diesem Abend musikalische Schätze aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. SB

Mehr aus der Stadt Traunstein