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Erschöpfte Wanderer

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Die Bergwacht Teisendorf-Anger musste am Sonntag ausrücken, weil eine erschöpfte 44-jährige Wanderin aus Kirchanschöring am Teisenberg Hilfe brauchte. Ein junger Mann stürzte am selben Tag an der Schlafenden Hexe ab.


Die Frau aus Kirchanschöring war zu Fuß zwischen Seiberstadt und der Stoißer Alm im Bereich der oberen Höhenstraße unterwegs. Wegen Kreislaufproblemen und Krämpfen konnte sie nicht weiter. Die Anfahrt mit dem Bergwachtfahrzeug war nicht möglich, da zu viel Schnee lag. Deshalb wurde die Patientin mittels einer Trage von mehreren Rettern zur mittleren Höhenstraße getragen und dort einer Rettungswagen-Besatzung des Roten Kreuzes übergeben, die die Frau zur weiteren Untersuchung ins Klinikum Traunstein brachte. Sechs Bergwacht-Männer waren etwa zwei Stunden im Einsatz.

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Der Hubschrauber war nötig für einen weiteren Rettungseinsatz am Sonntag: Ein 20-jähriger Großgmainer war gegen 14.30 Uhr beim Nordabstieg vom Mittleren Rotofen (Schlafende Hexe) über freies Gelände in Richtung Rötelbach und Löwenschlucht durch ein Schneefeld eingebrochen und rund zwei Meter tief in eine Schmelzkluft abgestürzt.

Der junge Mann hatte Glück im Unglück, konnte sich selbst unverletzt befreien, war aber derart durchnässt und erschöpft, dass ihn die Reichenhaller Bergwacht und die Besatzung des Traunsteiner Rettungshubschraubers »Christoph 14« mit einem 50 Meter langen Rettungstau vom Schneefeld aus der Rinne ausfliegen musste.

Sieben Retter der Bergwacht waren rund eineinhalb Stunden lang im Einsatz. ml