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»Erscheinungsbild weiter verbessern«

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Chieming – Der Fremdwerbung entlang der Hauptstraße Einhalt zu gebieten plant der Gemeinderat in Abstimmung mit der Verwaltung. In der jüngsten Sitzung billigte das Gremium die 22. Änderung des Bebauungsplanes »Chieming-Ortsmitte« im vereinfachten Verfahren.


Vor der Abstimmung stellten die Stadtplaner Teresa Hoffmann und Jochen Gronle vom Büro »Plankreis« aus München die von der Gemeinde Chieming in Auftrag gegebene Ortsbilduntersuchung und Bestanderhebung der Werbeanlagen im Bereich des Bebauungsplanes »Chieming-Ortsmitte« vor.

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Bürgermeister Benno Graf sagte dazu, das Bayerische Verwaltungsgericht habe sich trotz des Ablehnungsbeschlusses des Gemeinderats positiv für einen Kläger ausgesprochen, der eine großformatige Fremdwerbung auf der Rückseite des Stadels eines Anwesens an der Hauptstraße in Chieming anbringen wollte. Das Gericht habe eine rechtliche Lücke zu Gunsten des Klägers gesehen, die nun durch die 22. Änderung des Bebauungsplanes »Chieming-Ortsmitte« geschlossen werden solle.

Stadtplaner Jochen Gronle betonte, Fremdwerbung im Bereich der Hauptstraße sollte auch wegen der Verkehrssicherheit nicht sein. Weiter sprach er sich für eine Ortsgestaltungssatzung für Chieming aus und betonte: »Bisherige Werbestandorte haben allerdings Bestandschutz.«

Nach seinen Ausführungen hat Chieming sehr gute Sichtachsen entlang der Hauptstraße, nannte den Blick vom Ortszentrum in Richtung Pfarrkirche oder von der Hauptstraße aus zum Pfeffersee und sagte, eine Fremdwerbung sei in diesem Bereich nicht förderlich.

Der Stadtplaner empfahl der Gemeinde, das Erscheinungsbild im Ortszentrum weiter zu verbessern, dabei sollten städtebauliche Potenziale genutzt werden. Viele Häuser in Chieming seien schutzwürdig.

Teresa Hoffmann erwähnte den dörflichen Charakter von Chieming, der in hohem Maße vorhanden sei. Sie stellte das touristische Potenzial heraus und bedauerte, dass der starke Straßenverkehr entlang der Hauptstraße das Bild des Ortes präge.

Sie sprach sich für feste Standorte von Werbetafeln aus und verurteilte die Fremdwerbung als eigenständige, gewerbliche Hauptnutzung, die keinen Nutzen für den Ort habe.

Ein weiterer Tagesordnungspunkt betraf den Förderantrag bei der Regierung von Oberbayern auf Bezuschussung zur Generalsanierung des gemeindlichen Kindergartens. Diese Maßnahme wird voraussichtlich 713 000 Euro kosten. Die Räte beauftragten Bürgermeister Graf, den Förderantrag zu stellen. Bewilligt wurde außerdem der Bauantrag zum Anbau einer Garage, eines Balkons, eines Abstellraumes sowie eines Windfanges auf einem Anwesen in Siedenberg sowie der Vorbescheid zur Errichtung eines Ersatzbaues auf einem Grundstück in Wimpersing . OH