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Ersatzloser Rückbau oder Erneuerung?

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Teisendorf – Über einen ersatzlosen Rückbau der Leitplanke an der Straße zum Solarpark, dem ehemaligen Munitionslager bei Neukirchen machte sich nun der Bau- und Umweltausschuss Teisendorf Gedanken. Nach einer kurzen Diskussion waren sich die Ausschussmitglieder einig, dass die Leitplanke vor der nächsten Ausschusssitzung am 17. Juni besichtigt werden und die Entscheidung über den Abbau vertagt werden soll.


Durch umgestürzte Bäume wurde die Leitplanke an der Straße zum Solarpark auf einer Länge von rund 700 Metern erheblich beschädigt. Die Reparaturkosten schätzte Bauamtsleiter Theo Steinbacher auf 3000 bis 4000 Euro. Die marode Leitplanke müsse entweder erneuert oder wegen der geringen Verkehrsbedeutung der Straße abmontiert werden, da sie eine Verletzungsgefahr für Mensch und Wild darstelle. Um auch zukünftige Unterhaltskosten für die Leitplanke einzusparen, empfahl Steinbacher den ersatzlosen Abbau. Nur der den Wald bewirtschaftende Landwirt und die Betreibergesellschaft des Solarparks müssen diese Straße nutzen.

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Anders als in Wonnau, wo die Entfernung einer Leitplanke an einem abschüssigen Waldrand im Gespräch war, dann aber aus Sicherheitsgründen verworfen wurde, gebe es hier keinerlei Durchgangsverkehr, betonte Bürgermeister Thomas Gasser. Es wurde daher angeregt, noch intakte Teile der Leitplanke woanders zu verwenden. Thomas Prechtl (CSU) wollte nicht über etwas entscheiden, was er noch nie gesehen hat. Bernhard Reitschuh (FWG) erkundigte sich, ob die Leitplanke im Winter aus Sicherheitsgründen nötig ist. Dazu soll der Landwirt befragt werden. Zum beabsichtigten Rückbau soll zudem noch vor dem Ortstermin die Meinung der Anwohner von Wetzelsberg eingeholt werden.

Die Weichen für die Festsetzung einer zusätzlichen Wohnung im Untergeschoß des ehemaligen Gasthauses Schneck, wo bisher nur eine gewerbliche Nutzung vorgesehen war, stellte das Gremium durch einen Aufstellungsbeschluss für die zweite Änderung des Bebauungsplans Schneck. Der Eigentümer, der das ehemalige Gasthaus im August 2013 erworben hatte und in ein Mehrparteien-Wohnhaus umbauen möchte, beantragte diese nach Ansicht von Gasser »vertretbare« Änderung aufgrund von Kaufinteressenten. Er bat, dadurch den Zuzug eines technischen Büros und einer Familie zu ermöglichen. Alois Stadler (CSU) sah kein Problem, zumal sich an den Außenmaßen und Lärmwerten nichts ändern werde.

Den Aufstellungsbeschluss für Lockerungen beim Bebauungsplan Teisendorf Nord–West, der das Areal Mehringer Weg, Maxstraße und Holzhauser Straße beinhaltet, fasste der Ausschuss ebenfalls einstimmig. Um bei der Erneuerung von Balkonen auf der Südseite deren Verbreiterung zu ermöglichen, war eine Änderung bei den Abstandsflächen nötig. Zudem soll die gewünschte Höhe von Einfriedungen von 1,80 Meter in diesem Gebiet erlaubt werden. Die bisher festgelegte Höhe von 1,20 Meter ist laut Steinbacher nicht mehr zeitgemäß und wird bei keinem Anwesen eingehalten.

Die von Markus Putzhammer (CSU) angeregte Erschließung eines Fuß- und Radwegs bei Erlach ist laut Bauamt nicht möglich, da der Wanderweg südlich der Bahntrasse nur teilweise der Gemeinde gehört. Putzhammer hatte vorgeschlagen, diesen Wanderweg auf der Höhe von Erlach für Fußgänger und Radfahrer herzurichten, da sich die Anwohner von Erlach nördlich der Bahn durch den Fußgänger- und Radverkehr gestört fühlten. vm