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»Ernst-Rappel-Saal« im Inzeller Rathaus eröffnet

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Anna-Maria Rappel und der Inzeller Bürgermeister Hans Egger enthüllten das neue Türschild mit der Aufschrift »Ernst-Rappel-Saal«. (Foto: Bauregger)

Inzell – Mit der Umbenennung des Veranstaltungsraums »Niederachen« in »Ernst-Rappel-Saal« und der Installation einer Dauerausstellung würdigt die Gemeinde Inzell das Lebenswerk des weit über die Gemeindegrenzen hinaus bekannten, akademischen Malers Ernst Rappel. In einer kleinen Feierstunde enthüllten Anna-Maria Rappel, die Witwe des Künstlers, und Bürgermeister Hans Egger das neue Türschild und eröffneten zusammen mit dem Vorstand des Verkehrs- und Heimatvereins Inzell, Alfons Schrittenlocher, die Dauerausstellung in dem Saal. Der Verkehrs- und Heimatverein hat vor zwei Jahren von Anna-Maria Rappel den künstlerischen Nachlass Ernst Rappels vermacht bekommen und jetzt die Ausstellung eingerichtet.


Bürgermeister Hans Egger betonte, dass die Gemeinde Inzell mit der Umwidmung des Veranstaltungs- und Versammlungsraums den im Januar 2013 verstorbenen Künstler Ernst Rappel posthum würdigen will. Die Würdigung gelte aber nicht nur dem international anerkannten und geschätzten Künstler, sondern auch dem in Inzell äußerst beliebten und geachteten Menschen Ernst Rappel, der sich stark im sozialen Bereich engagiert hatte.

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Durch seine Werke allgegenwärtig

Allgegenwärtig sei der akademische Maler durch seine Werke und Schöpfungen, die an oder vor öffentlichen Gebäuden und Privathäusern nicht nur in Inzell zu finden seien, sondern auch in vielen Orten im Landkreis Traunstein und Berchtesgadener Land, in ganz Deutschland, in Österreich, Italien und Südfrankreich. Eine Einladung an die Menschen zum Verweilen seien insbesondere die liebevoll gestalteten Brunnen, von denen einer, ergänzt mit einer Sitzgruppe aus Bronze, auch den Rathausplatz in Inzell ziere. Gestiftet haben den Brunnen Fritz und Brigitta Gastager.

Menschen eine Freude zu bereiten sei eines der Anliegen von Ernst Rappel gewesen. Die Umbenennung des Saals, in dem oft kulturelle Veranstaltungen stattfinden, und die darin installierte Dauerausstellung werden diesem Ansinnen sicher gerecht, so Egger. Einen Dank richtete der Bürgermeister dann auch an Anna-Maria Rappel. Sie habe durch die Übertragung des künstlerischen Nachlasses ihres verstorbenen Mannes an den Verkehrs- und Heimatverein Inzell dazu beigetragen, dessen Lebenswerk für die Nachwelt zu erhalten. Außerdem dankte Egger Heimatpfleger Willi Preinfalk, dem Inzeller Künstler Franz Angerer, der bei der Archivierung und der Auswahl der Exponate mitgeholfen hat, sowie Werner Bauregger, der vor der Übergabe das Inventar im Buchschlögelhof fotografisch dokumentiert hat.

Zweijährige Vorbereitungszeit

Alfons Schrittenlocher freute sich, dass sich das Vorhaben, eine Dauerausstellung einzurichten, nun nach zweijähriger Vorbereitungszeit umsetzen ließ. Dies sei letztlich nur durch das großzügige Entgegenkommen der Gemeinde möglich gewesen. Für die Überlassung des Nachlasses und das entgegengebrachte Vertrauen bedankte sich Schrittenlocher bei Anna-Maria Rappel mit einem großen Blumenstrauß.

Sie enthüllte schließlich gemeinsam mit Bürgermeister Hans Egger das neue Türschild mit der Aufschrift »Ernst-Rappel-Saal«. Im Saal konnten die Gäste danach bei einer kleinen Brotzeit die ausgestellten Exponate bestaunen. Außerdem waren Fotos zu sehen, wie das Inventar im Buchschlöglhof gesichert worden ist. Der Werktisch mit Malereien und dem »Arbeitsg'wand« des Künstlers sowie eine Keramik-Bildreihe zum Thema »Letztes Abendmahl« sind aus Platzgründen nur kurze Zeit ausgestellt. wb