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Ernst Schropp hält dem VdK seit 65 Jahren die Treue

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Für 65 Jahre Mitgliedschaft im VdK ehrten der Vorsitzende Jürgen Pieperhoff (links) und Oberbürgermeister Christian Kegel (rechts) Ernst Schropp. (Foto: Buthke)

Traunstein – Die Jahresberichte der Vorstandschaft, die Ehrung langjähriger Mitglieder sowie Tipps für die Sicherheit von Senioren standen auf der Tagesordnung der Jahreshauptversammlung des VdK-Ortsverbands Traunstein. Der Dirndl-Chor Kammer gestaltete die Veranstaltung im Gasthaus Sailer-Keller musikalisch.


Für 65 Jahre treue Mitgliedschaft wurde Ernst Schropp von Ortsvorsitzendem Jürgen Pieperhoff und Oberbürgermeister Christian Kegel ausgezeichnet. Seit 40 Jahren ist Irmgard Wagenhofer beim Sozialverband. 30 Jahre halten Susanne Albert, Ursula Butt Alfons Hutter und Sylvia Wernseher dem VdK die Treue. Für 25 Jahre Mitgliedschaft wurden Hermann Abel, Günter Buthke, Hilde Dierl, Johanna Ebenbeck, Karl Ebert, Magdalena Häusl, Eleonore Patzak, Siegrid Peter, Erna Schreiber, Helmut Siber und Johann Tachtler geehrt.

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In seinem Jahresrückblick berichtete der Vorsitzende Pieperhoff von der 70-Jahr-Feier des VdK-Ortsverbands mit der Festrede von Altoberbürgermeister Fritz Stahl. Vertreten war der VdK bei der Seniorenmesse »Sechzig aufwärts«. Mitglied Ludger Bartels hielt einen Vortrag über die Flexirente. Die Adventsfeier beendete das Verbandsjahr.

Pieperhoff bedauerte, dass der Ortsverband bei der Sammlung »Helft Wunden heilen« für soziale Projekte etwas schwächele, weil der VdK Traunstein viele Sammler verloren habe. Er sei deshalb auf die Spenden von größeren Unternehmen wie Edeka, Kreiller, Media Markt und Pohlig angewiesen.

Ferner bedauerte der Vorsitzende, dass die Feier des VdK Traunstein am Volkstrauertag ausfallen musste, weil das Kriegerdenkmal wegen der Renovierung der Kirche St. Georg und Katharina abgebaut worden sei. Deshalb habe der VdK den Volkstrauertag zusammen mit der Bundeswehr auf dem Hohen Kreuz begangen. Nachdem im Sommer das neue Kriegerdenkmal eingeweiht werde, werde man den Volkstrauertag in diesem Jahr wieder wie gewohnt begehen, sagte Pieperhoff. »Der Volkstrauertag ist zu wichtig, als dass wir ihn dauerhaft vergessen.«

Dem Kassenbericht von Helga Perschl war unter anderem zu entnehmen, dass der VdK Traunstein 2060 Euro an Beihilfen für Bedürftige weitergegeben hat. Die Sammlung »Helft Wunden heilen« brachte 1220 Euro. Der Mitgliederstand liegt bei 1752 Mitgliedern, was eine Steigerung von rund 5,5 Prozent entspricht. Pieperhoff ergänzte, es sei schlimm, dass ein Sozialverband wachse, weil dieses Wachstum stets mit sozialen Problemen verbunden sei, so zum Beispiel 2004 die Hartz-IV-Gesetze und 2017 das Pflegestärkungsgesetz.

Die Frauenbeauftragte Renate Schuster berichtete von neun sehr gut besuchten Kaffeekränzchen und einer erfolgreichen Grillfeier. Regelmäßig gebe es wieder eine Nordic-Walking-Gruppe. Sie informierte, dass man sich bei ihr für die Fahrt am 29. Mai zur Windbeutelgräfin in Ruhpolding anmelden kann.

Der Oberbürgermeister dankte der Vorstandschaft für die geleistete Arbeit. Kegel sprach die Hoffnung aus, dass sich die Seniorenmesse »Sechzig aufwärts« etablieren möge. Die Barrierefreiheit werde von immer größerer Bedeutung. Traunstein als Modellkommune bemühe sich, Verbesserungen bei der Barrierefreiheit in größeren und kleineren Schritten voranzutreiben.

Die Präventionsarbeit der Kriminalpolizeilichen Beratungsstelle in Bad Reichenhall stellte Kriminaloberkommissar Karl-Heinz Busch vor. Der Schwerpunkt seines Vortrags lag auf der Seniorenberatung, denn die Senioren seien das schwächste Glied in der Gesellschaft. Das meiste geschehe an der Haustür. Er warnte vor Leuten, die um ein Glas Wasser bitten, Blumen für den Nachbarn abgeben wollen oder deren Kinder aufs Klo müssen.

Ebenso warnte er vor falschen Kriminalbeamten. Er riet, sich immer den Dienstausweis zeigen zu lassen. Die Polizei werde nie persönliche Daten am Telefon verlangen. Oft kommen Betrüger und Diebe auch als Gas-, Wasser- oder Stromableser. Im Zweifelsfall sollte man das zuständige Unternehmen anrufen, bevor man sie in die Wohnung lässt. Aktuell kämen angebliche Feuerwehrleute«, um die Rauchmelder zu überprüfen. »Lassen Sie sich nicht überrumpeln«, lautete sein Ratschlag. Bjr