weather-image
29°

Ernst Mayer weiterhin Obermeister der Bau-Innung

0.0
0.0
Bildtext einblenden
Die Vorstandschaft der Bau-Innung (von links): Hans-Peter Kaindl, Siegfried Rehrl, Andreas Di-Qual, Obermeister Ernst Mayer, Herbert Strauch, stellvertretender Obermeister Bernhard Fuchs und Norbert Memminger. (Foto: Wittenzellner)

Traunstein. Die Bau-Innung Traunstein–Berchtesgadener Land kann auf eine gute Baukonjunktur zurückblicken. Dies machte Obermeister Ernst Mayer aus Ruhpolding bei der Jahreshauptversammlung der Bau-Innung im Hofbräuhaus Traunstein deutlich.


Die Innung vertritt die Interessen von 89 Mitgliedsbetrieben zum Jahresende 2013 – etwas weniger als noch im Vorjahreszeitraum. Obermeister Mayer sprach über eine gute Auslastung, was er vor allem dem schönen Wetter zuschrieb: »Schlechtwettertage konnte man an einer Hand abzählen.« Gleichzeitig sagte er aber ernüchternd: »Die Preise sind weiter im Keller.« Dies sei vor dem Hintergrund, dass man sich in einem konjunkturellen Hoch befinde, für die Firmen problematisch.

Anzeige

Die Bauwirtschaft werde vom Wohnungsbau getragen, der gewerbliche wie auch insbesondere der öffentliche Bau sei jedoch verhalten. »Hier ist ein enormer Nachholbedarf gegeben«, sagte Mayer. Gleichzeitig dürfte vor dem Hintergrund knapper Kassen bei vielen Städten und Gemeinden hier nur eine begrenzte Markterholung möglich sein. Bundesweit gab es im Bauhauptgewerbe zum Stichtag Dezember 2013 rund 745 000 Beschäftigte. Die Lohnsumme in Höhe von 33,6 Millionen Euro, heruntergebrochen auf Firmen im Innungsbereich sei bedeutend. »Eine richtig erkleckliche Summe« betonte Mayer auf die Bedeutung des Baugewerbes in der regionalen Wirtschaft hinweisend.

Der Obermeister machte deutlich, dass Innungsmitglieder hohe Vorteile genießen würden. So würden die Innungsbeiträge weitgehend über Bildungsgutscheine zurückerstattet, mit denen die Betriebe Mitarbeiter überwiegend kostenfrei auf Fachfortbildungen schicken können. »Die Mitgliedschaft rechnet sich für unsere Betriebe«, sagte Mayer. Die Mitgliederwerbung sei auch eines der Ziele der Innung für das laufende Jahr.

Lehrlingswart Peter Schubert aus Bad Reichenhall, der das Ehrenamt nach 27 Jahren abgibt, sagte, dass man neben der Zwischenprüfung insgesamt 38 Auszubildende geprüft habe. Für Zwischen- und Gesellenprüfung investierte man 15 000 Euro. Die Prüfung ist für Innungsmitglieder frei. Die Ergebnisse waren zufriedenstellend bis gut. »Aber wir haben auch eine gute Ausbildung«, lobte der Lehrlingswart die Qualität in den Betrieben, Berufsschule und Bildungszentrum. In diesem Jahr habe man mit 67 Auszubildenden bei der Zwischenprüfung und 42 Teilnehmer bei der Gesellenprüfung erfreulich viele – »Tendenz steigend«, freute sich Schubert.

Bei den Neuwahlen schenkten die Mitglieder ihrem bisherigen Vorstand wieder ihr Vertrauen: Obermeister Mayer wurde in seinem Ehrenamt bestätigt, sein Stellvertreter ist weiterhin Bernhard Fuchs aus Teisendorf. Herbert Strauch aus Übersee, Norbert Memminger aus Marquartstein, Andreas Di-Qual aus Fridolfing, Hans-Peter Kaindl aus Reit im    Winkl und Siegfried Rehrl aus Freilassing komplettieren den Vorstand. Neben der Vorstandswahl wurden außerdem Wahlen für den Gesellenprüfungs-, den Rechnungsprüfungs- und Lehrlingsstreitigkeitenausschuss durchgeführt.

Parallel zur Wahl in der Innung wurde auch in der Jahreshauptversammlung des Berufsförderungswerks des Baugewerbes die Vorstandschaft turnusgemäß neu gewählt. Vorsitzender des Vereins bleibt weiterhin Mayer, sein Stellvertreter Fuchs.

Thomas Schmid vom Landesverband Bayerischer Bauinnungen (LBB) ging in einem Fachvortrag auf aktuelle Themen der Bauwirtschaft ein. Insbesondere die Tarifrunde des laufenden Jahres war ein Thema. awi