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Ernst Gailer geht ein zweites Mal in Ruhestand

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Ein zweites Mal geht Ernst Gailer (links) jetzt in den Ruhestand – sein Nachfolger Fritz Burkhardt verabschiedete den bisherigen Leiter der Kontaktstelle des Interessenverbands Unterhalt und Familienrecht (ISUV) und würdigte seine Verdienste.

Traunstein. Der pensionierte Richter, Rechtsanwalt und Mediator Ernst Gailer geht ein zweites Mal in den Ruhestand: Zum Jahreswechsel hat er die Leitung der Traunsteiner Kontaktstelle des bundesweit mit 64 Kontaktstellen vertretenen gemeinnützigen Interessenverbands Unterhalt und Familienrecht (ISUV) an den ebenfalls pensionierten Familienrichter Fritz Burkhardt übergeben.


Burkhardt würdigte bei der Verabschiedung die Verdienste seines Vorgängers und überreichte ihm neben einer Ehrenurkunde des Dachverbandes ein Paket Frankenweine. Gailer war seit 1966 als Richter und Staatsanwalt bei der Traunsteiner Justiz tätig, wo er schon lange vor seiner Pensionierung 1996 den Interessenschwerpunkt Familienrecht für sich entdeckte. Burkhardt meinte, dieses Betätigungsfeld, das von einem Richter neben Rechtskenntnis und Entscheidungskompetenz vor allem Lebenserfahrung, Menschenkenntnis, Empathie und die Fähigkeit zur Vermittlung im Streit verlangt, sei ihm auf den Leib geschneidert gewesen. Dabei seien ihm sicher neben seiner beruflichen Ausbildung – er studierte nicht nur Jura, sondern auch Politikwissenschaft und Psychologie und absolvierte vor seinem Studium eine Lehre zum Großhandelskaufmann – auch seine ehrenamtliche Tätigkeiten zugute gekommen. Unter anderem war er Ortsverbandsvorsitzender der CSU Nußdorf.

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Nach seiner Pensionierung habe er sich nicht zur Ruhe gesetzt, sondern als Rechtsanwalt und Mediator weiter gearbeitet. Und auch da widmete er sich ehrenamtlich der mit über 6000 Mitgliedern größten Selbsthilfeorganisation von Leidensgenossen einer Trennung und Scheidung in der Bundesrepublik. Seit bald 15 Jahren ist Gailer im ISUV aktiv und hat den Auf- und Ausbau dieser Organisation im südostbayerischen Raum vorangetrieben. Die Traunsteiner Kontaktstelle habe nicht zuletzt dank seiner Tätigkeit 62 Vereinsmitglieder. Dabei sind die vielen Besucher nicht mitgezählt, die bei den monatlichen Treffen unentgeltlich von ortsansässigen Rechtsanwälten Informationen über familienrechtliche Fragen bekommen.

Auch im Dachverband übte er verschiedene Ämter aus. Dieses Engagement soll nun auslaufen. Auch seine Tätigkeit als Rechtsanwalt will er heuer beenden. Burkhardt meinte, solche Wünsche kenne er gut bei Ernst Gailer. Er werde sich – davon sei er überzeugt – auch in Zukunft für »seinen ISUV« einsetzen.