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Erneute Ausschreibung notwendig

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Traunreut. Die Bauleistungen der Spengler- und Dachabdichtungsarbeiten für den Erweiterungsbau des Traunreuter Rathauses müssen nochmal ausgeschrieben werden. Der Grund: Das einzige eingegangene Angebot mit einer Summe von über 140 000 Euro liegt 35 Prozent über der ursprünglichen Kostenberechnung. Darüber hinaus sei nicht die ausgeschriebene Dachdeckung angeboten worden, sondern eine geänderte Konstruktion, hieß es im Bauausschuss, der einer nochmaligen Ausschreibung zustimmte.


Vor dem Hintergrund der überhöhten Kosten und der geänderten Eindeckungs-Konstruktion sah sich das Städtische Rechnungsprüfungsamt gezwungen, die Arbeiten nochmals öffentlich auszuschreiben. Nach Angaben der Verwaltung sollte laut Bauzeitplan mit den Spengler-Arbeiten Anfang Dezember begonnen werden. Im Mai nächsten Jahres ist mit der Fertigstellung dieses Gewerks zu rechnen. Ebenfalls teurer kommen die Gerüstarbeiten, die mit Mehrkosten von rund 20 000 Euro zu Buche schlagen und mit einem Angebot von 46 700 Euro an die Gerüstbaufirma Westermaier bei Erding vergeben wurden. Günstiger als ursprünglich errechnet sind die Angebote bei den Heizungs-, Sanitär- und Lüftungsanlagen und bei der Wärmedämmung. Den Auftrag für die Heizungs- und Sanitärarbeiten mit einem Angebot von rund 208 000 Euro für die Heizungsarbeiten und 99 900 Euro für die Sanitärarbeiten, soll die Traunreuter Firma Pieger & Weisshaupt erhalten. Im Vergleich zur Kostenberechnung werden hier die Angebote um insgesamt rund 30 000 Euro unterschritten. Die Arbeiten für die Lüftungsanlagen, die von der Tittmoninger Firma Schupfner zu einem Angebotspreis von rund 167 000 Euro durchgeführt werden sollen, unterschreiten den Ansatz um 21 500 Euro. Mit der Wärmedämmung soll die Münchner Firma Lindner Isoliertechnik zu einem Angebotspreis von 71 600 Euro beauftragt werden. Hier wird die Kostenberechnung um 21 000 Euro unterschritten. Mit etwa 7000 Euro ebenfalls unter dem Ansatz liegt das Kostenangebot bei der Mess-, Steuer- und Regeltechnik. Dieses Gewerk mit einem Angebot von 82 400 Euro, soll von der Firma RSM-technik in Hohenbrunn durchgeführt werden.

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Um gut 27 000 Euro teurer als ursprünglich angenommen, wird die Elektrotechnik. Dieses Gewerk, das zu einem Angebotspreis von 692 000 Euro an die Kirchweidacher Firma Elektro Ludwig Maier vergeben werden soll, muss aber noch vom Stadtrat abgesegnet werden.

Auf Anfrage des Bauausschusses teilte Stadtbaumeister Thomas Gätzschmann mit, dass für die Rathauserweiterung mittlerweile 58 Prozent der Gewerke ausgeschrieben bzw. vergeben worden seien. Nach dem derzeitigen Stand bewege man sich rund zwei Prozent oder 150 000 Euro über der Kostenberechnung. Eine detaillierte Aufstellung der bisherigen Kosten werde der Stadtrat in Kürze erhalten. ga