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Erneute Absage für eine Spielhalle

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Siegsdorf – An der Ruhpoldinger Straße soll es keine Spielhalle geben. Der Siegsdorfer Gemeinderat hat den Antrag zur Nutzungsänderung einer Gaststätte erneut abgelehnt.


Mischgebiet nicht so sehr gewerblich geprägt

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Nach dem ersten Antrag im März 2016 sollte die Verwaltung dem Antragsteller die ablehnende Haltung der Gemeinde erläutern. Dieser blieb aber bei seinen Plänen einer Spielhalle mit sechs Automaten. Mit knapp 75 Quadratmetern Nutzfläche würde es sich dabei laut Verwaltung um eine »nicht kerngebietstypische Vergnügungsstätte« handeln, die in »Mischgebieten, die nicht überwiegend gewerblich geprägt sind« nur ausnahmsweise zulässig wäre.

Die Gemeinde überprüfte daraufhin das Umfeld der Gaststätte und kam zu dem Ergebnis, dass es dort in erster Linie Wohnraum gebe und kein Gewerbe. Einstimmig beschloss der Gemeinderat deshalb, »eine ausnahmsweise Nutzung« nicht zu erteilen.

Die 4. Änderung des Bebauungsplans »Sondergebiet Mineralwasser- und Brunnenbetrieb Adelholzen« kann nach Absprache mit der Unteren Bauaufsichtsbehörde im »Vereinfachten Verfahren« abgewickelt werden. Mit der Verlegung der Lkw-Umfahrung hatten sich einige Änderungen ergeben. Zudem erfordere der höhere Bedarf an Mehrweg-Glasflaschen weitere Umbau- und Erweiterungsmaßnahmen. So soll ein Trafohaus versetzt werden, um mehr Aufstellungsfläche für die Lastwagen zu schaffen, sowie ein »Pforten-Gebäude« neu gebaut werden, in das auch der Werkschutz und die Versandabteilung eingebunden sind.

Erforderlich seien überdies eine Erweiterung der Leergut-Lagerfläche und der Bau einer Tankfläche für die Stapler sowie der Anbau einer Container-Überdachung. Schließlich soll noch eine Abfüllhalle erweitert werden. Für die Zukunft denkt das Unternehmen auch über den Bau eines Gas-Blockheizkraftwerks nach.

Wohnung in ehemaligem Garagengebäude

Ebenso hat der Gemeinderat zur Änderung des »Bebauungsplans Siegsdorf-Ost« im Bereich der Wagnerstraße den Satzungsbeschluss gefasst. Bei der öffentlichen Auslegung waren keine relevanten Stellungnahmen oder Bedenken eingegangen, sodass dem Einbau einer Wohneinheit in das bisherige Garagengebäude nichts mehr im Wege steht.

Wohnungen im ehemaligen Café Aigner

Die weitere Nutzung des ehemaligen Café Aigner in Alzing als Wohnanlage beschäftigt den Gemeinderat schon längere Zeit. Nun lag eine Bauvoranfrage einer neuen Besitzerin vor. Nachdem den Vorbesitzern bereits ein Neubau mit drei Wohneinheiten zugesagt worden war, sah das Gremium kein Hindernis für die Bauvoranfrage. Die Garagen sollen erweitert und ein ebenerdiger Anbau für den Eingangsbereich errichtet werden. Das Flachdach soll später als Terrassenfläche dienen. Die Anlieger haben der Umnutzung bereits zugestimmt.

Eine Bauvoranfrage zu Abriss und Neubau eines Anwesens an der Knappenfeldstraße wurde ebenso einstimmig befürwortet wie der Aufstellungsbeschluss zur Entwicklungs- und Einbeziehungssatzung »Raitlweg« in Hammer, der zum Bau eines Einfamilienhauses notwendig wird. FK