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Erneut Spitzenpreis

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Benjamin Köhnlein von der Besamungsstation Höchstädt und Josef Thaler sen. und jun. mit dem Stier »Pazifik«, den die Besamungsstation für 46 000 Euro ersteigerte. Analena und Sebastian Thaler halfen ihren Papa beim Führen des Stieres.

Traunstein. Ein Lichtblick und sonst viele enttäuschte Gesichter bei den Verkäufern kennzeichnete den Versteigerungsverlauf beim Großviehmarkt. Die Besamungsstation Höchstädt ersteigerte in einem Winkerduell mit der Besamungsstation Oberösterreich für 46 000 Euro einen Passion- Sohn. Die Nachfrage nach Natursprungstieren war verhalten. Fünf Stiere wechselten für Versteigerungspreise von 1550 bis 2500 Euro den Besitzer. Von zwölf angebotenen Kühen wurden sieben nicht abgegeben. Ebenso gingen von 84 Jungkühen 14 wieder in den Züchterstall zurück.


Das Interesse der Besamungsstationen konzentrierte sich auf den Passion-Sohn »Pazifik« der Züchterfamilie Josef Thaler aus Emmering bei Leobendorf. Dieser Passion-Sohn ist mit einem Gesamtzuchtwert von 132 und einen Milchwert von 129 vorgeschätzt. Damit ist er von 241 getesteten Passion-Söhnen an vierter Stelle nach Gesamtzuchtwert.

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Bei der Versteigerung der Kühe und Jungkühe machte sich die kurzfristige Absage des Großeinkäufers Renato Miccoli aus Italien bemerkbar. Ebenso nahmen sich auch nur wenige Landwirte Zeit für den Großviehmarkt. Die teuerste Kuh mit einem Versteigerungspreis 1900 Euro stellte Gabi Noichl aus Pettendorf, die sich ein Mühldorfer Züchter erwarb. Zwei Jungkühe wurden von der Bewertungskommission in Wertklasse 1 eingestuft. Die Jungkuh von Bernhard Haslberger aus Ettendorf wurde dem Namen ihres Vaters, dem Stier Wonderfull, gerecht. Sie wurde für einen Versteigerungspreis von 2100 Euro nach Südtirol verkauft. Eine Milchleistung von 31 Kilo, eine Melkbarkeit von 2,4 kg/Minute und 640 Kilogramm Lebendgewicht waren ihre Leistungsdaten. Ansonsten erzielten nur noch drei weitere Jungkühe einen Versteigerungspreis über 2000 Euro. Züchter dieser Jungkühe waren wiederum Gabi Noichl aus Pettendorf, Ludwig Pastötter aus Wimmern, Teisendorf und Franz Gumpinger aus Steinhögl. Der mittlere Versteigerungspreis bei den Kühen lag bei 1616 Euro, die Jungkühe erhielten bei im Mittel 1654 Euro den Zuschlag.

28 Zuchttiere fanden einen Käufer im Zuchtverbandsgebiet. 45 Zuchttiere gingen an bayerische Zuchtbetriebe bzw. wurden über die Bayern Genetik nach Baden Württemberg und Niedersachsen verkauft. Ein Stier und 13 Jüngkühe gingen nach Südtirol. Der nächste Kälbermarkt ist am 30. April. Die nächste Großviehversteigerung findet am Donnerstag den 22. Mai statt.