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Wahlversammlung der Bayernpartei in Arlaching: Kreisthemen diskutiert

Erneuerbare Energien und Genmais

Chieming. Bei der Wahlversammlung der Bayernpartei im Gasthof Kupferschmiede in Arlaching wurden verschiedenste Kreisthemen diskutiert.

Alfons Baumgartner betonte, wie wichtig es wäre, dass es Volksentscheide auch auf Bundesebene geben würde. Denn die Entscheidung im Bundestag, die nun zur Einführung vom Genmais 1507 in Europa geführt habe, sei gegen den Willen von 80 Prozent der Bevölkerung getroffen worden, so der Kreisvorsitzende. »Das wäre mit einem Volksentscheid anders gelaufen«.

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Bildhauer Andreas Kuhnlein forderte, dass beim Ausbau erneuerbarer Energien die Energieeinsparung und die Energieeffizienz viel stärker ins Blickfeld der Öffentlichkeit gerückt werden müssten.

Konrad Baueregger sagte, dass der Staat auf Landes- und Bundesebene mehr Initiative ergreifen müsste beim Umbau der Energiewirtschaft auf Erneuerbare. Anzustreben sei eine finanzielle Bürgerbeteiligung. Das erhöhe die Akzeptanz und das Geld bleibe in der Region. Auch die Banken suchten nach solchen Anlagen, um Kunden einen besseren Zins für ihr Geld bieten zu können.

Gebhard Gassner bemängelte die Unterbringung von Asylbewerbern an wenigen Orten, was dadurch bedingt sei, »dass einzelne Gastwirte ihre Unterkünfte nicht nur aus Nächstenliebe dem Staat zur Verfügung stellen.« Landratskandidat Heinz Wallner ergänzte dazu, »dass wir Bürger hier schon aus christlicher Überzeugung unsere Aufnahmebereitschaft zeigen sollten«, aber da auch kommunale und kirchliche Wohnungsmöglichkeiten zu prüfen seien. Am besten sei, ganze Familien zu integrieren.

Richard Gruber machte sich Gedanken über den durch Bevölkerungsschwund zunehmenden Leerstand von Gebäuden im Ortskern. Dafür seien Zukunftskonzepte nötig, und eine Nutzungsänderung müsse erleichtert werden.

Eine Besucherin fragte nach bereits vorhandenen Konzepten im Landkreis, damit Senioren mit Pflegestufe möglichst lange zu Hause betreut werden können. Bürgermeister Konrad Glück aus Seeon-Seebruck führte dazu aus, dass sich in Zukunft die Gemeinden – möglichst untereinander vernetzt – Lösungen einfallen lassen müssten, natürlich unter Einbeziehung vorhandener Wohlfahrtsverbände. Hans Schupfner sagte, dass derzeit die einzig noch finanzierbare Lösung für 24-Stunden-Pflege daheim eine Pflegekraft zum Beispiel aus Polen oder Rumänien sei. Andreas Holzner brach eine Lanze für die drei Kreisaltenheime, wo sehr darauf geachtet werde, dass die Bewohner sinnvoll beschäftigt werden. Auch für Demenzkranke würde immer mehr geboten.