weather-image
20°

Ermittler fanden neues Material

2.7
2.7

Nußdorf. Weiteres, vermutlich für die Tat relevantes Material fanden Ermittler des Landeskriminalamts nach dem vereitelten Sprengstoffanschlag in Sondermoning.


Ein 32-Jähriger hatte am Freitagabend beim Rasenmähen in seinem Garten ein Gefäß mit 3,5 Kilogramm TNT, versteckt unter einem Grasstück, gefunden. Sein 75-jähriger Vater und Nachbar wurde daraufhin vom SEK nach stundenlangen Verhandlungen festgenommen (wir berichteten).

Anzeige

Gegen den Mann wurde noch am Sonntag Haftbefehl wegen des Verdachts des versuchten Mordes, der versuchten Herbeiführung einer Sprengstoffexplosion und des Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz erlassen. Der Mann ist vorbestraft und saß wegen drei Banküberfällen bereits mehrere Jahre im Gefängnis. Zum Motiv des Mannes wollte sich das LKA nicht äußern. Eine Sprecherin schloss Streitigkeiten zwischen Vater und Sohn beziehungsweise dessen Familie aber nicht aus.

Bis zum gestrigen Montag untersuchten Sprengstoffexperten das Wohngebäude und fanden dabei auch weiteres, für die Tat relevantes Material. Ob es zusätzlicher Sprengstoff oder Utensilien zum Bau von Bomben ist, wollte das LKA aus ermittlungstaktischen Gründen nicht sagen.

In einem nächsten Schritt sollen nun alle Beteiligten erneut vernommen werden. Außerdem wird ein Gutachten erstellt, in welchem geklärt werden soll, weshalb der Sprengsatz nicht zündete und von welchen Schäden ausgegangen werden kann, wären die 3,5 Kilogramm TNT explodiert.

Im Gespräch mit dem Traunsteiner Tagblatt erklärte der von der Polizei hinzugezogene Traunsteiner Gartenexperte Wolfgang Fegg, dass das dünne Rasenstück, unter dem der Sprengstoff lag, erst vor wenigen Tagen herausgestochen worden war. Es hätten sich am Gras noch keine Welkerscheinungen gezeigt. apo