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Erlstätter Krippe soll nach Allerheiligen in Betrieb gehen

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Innerhalb von fünf Monaten entstand östlich des gemeindlichen Kindergartens in Erlstätt eine 677 000 Euro teure Kinderkrippe. Eine weitere Kinderkrippe befindet sich im Pfarrkindergarten St. Maximilian in Grabenstätt. (Foto: Müller)

Grabenstätt. »Mit der Kinderkrippe geht es gut dahin, wir liegen voll im Zeitplan«, freute sich Bürgermeister Georg Schützinger beim Ortstermin des Gemeinderats im bereits weit fortgeschrittenen Bau der Erlstätter Kinderkrippe.


Zunächst ging es aber in den Keller des angrenzenden Kindergartens »Mäusebande«, wo im Mehrzweckraum seit Beginn des Kindergartenjahres die Kinderkrippen-Übergangsgruppe untergebracht ist. Im Januar werde man ungefähr 14 Kleinkinder unter drei Jahre haben, »ein paar Kinder werden sicherlich in den Kindergarten hinüberwechseln, da es keinen Sinn macht, sie zu halten, wenn sie von der Entwicklung schon weiter sind«, betonte Kindergartenleiterin Petra Körner.

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Bei den Spielsachen achte man tunlichst darauf, Reizüberflutungen zu vermeiden. Vielmehr hätten es die Krippenkinder mit ausgewählten Perspektiven, Formen, Oberflächen und Farben zu tun, die ihre Denkprozesse anregen sollen. Beim Schlafen in der Ruhe-Ecke müsse es erfahrungsgemäß »schön eng und kuschelig sein«. Nebenan gebe es auch noch einen separaten Raum, wo die Kinder in echten Betten schlafen könnten. Das jüngste Kind sei gerade einmal ein Jahr alt – dies sei auch das Mindesteintrittsalter.

Anschließend führte Körner die Räte durch die neuen Räume, bei deren Ausgestaltung und Einrichtung auf Anregungen und Wünsche ihres Teams eingegangen worden sei und werde, lobte die Kindergartenleiterin. Durch einen lichtdurchfluteten Gang, der den Kindergarten mit der Kinderkrippe verbindet, ging es in den Hauptraum, wo unter anderem gespielt und gemeinsam gegessen werden soll.

Auch der benachbarte Schlafraum und die geräumige Küche wurden besichtigt. Bei der Dusche habe man sich für einen höheren Beckenrand entschieden, »damit die Kinder auch ordentlich planschen können«, so Körner.

Das Krippen-Team besteht aus einer Erzieherin, einer Kinderpflegerin und einem Vorpraktikanten. Für besondere Angebote – zirka zehn Stunden in der Woche – ist Körner selbst im Einsatz. Ganz bewusst habe die Krippe keinen eigenen offiziellen Eingang, »damit wollen wir zeigen, dass Kindergarten und Kinderkrippe zusammengehören, wir eine gemeinsame Einrichtung sind«, erklärte Körner.

Ergänzend zum Elterncafé entstehe vor dem Haupteingang gerade eine Sitzgelegenheit aus Steinblöcken. Wenn das Haus geschlossen werde, könnten die Eltern dort Platz nehmen und ratschen. »Am Montag nach Allerheiligen wird die Kinderkrippe offiziell in Betrieb gehen«, betonte Schützinger. Vielleicht werde auch der Außenbereich noch vor dem Winter fertig.

Ende 2013 hatte sich der Gemeinderat mit großer Mehrheit dafür ausgesprochen, neben der Kinderkrippe im katholischen Pfarrkindergarten St. Maximilian in Grabenstätt auch am Gemeindekindergarten in Erlstätt eine Kinderkrippe zu schaffen. Die offizielle Grundsteinlegung, bei der auch die Kindergartenkinder aktiv mitwirkten, erfolgte am 6. Juni im Beisein zahlreicher Ehrengäste. Die Bauarbeiten hatten bereits Anfang Mai begonnen. Die Kosten belaufen sich auf rund 677 000 Euro. Abzüglich der erwarteten Förderung von 344 300 Euro bleibt ein Gemeindeanteil von rund 333 000 Euro. mmü