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Erlstätter Gartenbauverein hat viel vor

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Grabenstätt. »Schön, dass so viele gekommen sind«, freute sich die Vorsitzende des Gartenbauvereins Erlstätt, Angela Wirnshofer, bei der Frühjahrsversammlung im Gasthof Fliegl und blickte auf ein ereignisreiches Jahr zurück.


Die Vorsitzende erinnerte unter anderem an fünf Vorstandssitzungen, die Frühjahrs- und Herbstversammlung, den Wühlmausfangkurs mit Alois Wimmer, den Sensenmähkurs des Kreisverbandes in Langenspach und das alljährliche Radi-Essen, bei dem heuer wieder »ein paar Leute mehr kommen dürfen«. Zudem gab es einen vereinseigenen Sensenmähkurs und das althergebrachte »Hoanzen« auf der selbst angelegten Wildblumenwiese am Erlstätter Kindergarten. Nicht nur die Kinder hätten dabei ihren Spaß gehabt, so die Vorsitzende. Leider müsse die Wiese heuer brachliegen, da an der Ostseite des Kindergartens eine Kinderkrippe angebaut werde. »Im nächsten Jahr machen wir aber wieder weiter«, versprach Wirnshofer.

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Zahlreich vertreten gewesen sei man im August auf dem Trachtenfest des GTEV »Chiemgauer« Grabenstätt. Mit Blumen habe man das Erlstätter Wappen kunstvoll kreiert, bedankte sich Wirnshofer bei allen Helfern. Zur Ausstellung »Quer durch den Garten« des Kreisverbandes in Lampoding seien »wahnsinnig viele Besucher« gekommen. Den eigenen Sauerkraut-Stand habe man »am weitesten gerochen«, bilanzierte Wirnshofer schmunzelnd. Schon am Samstag sei alles verkauft gewesen und man habe Nachschub herbeischaffen müssen. Im Herbst wurde wieder Sauerkaut mit speziellen Töpfen hergestellt, also eingesalzen und eingestampft. Die Qualität sei hervorragend gewesen. Auch einen Sauerkraut-Kurs habe man angeboten. Nach dem Krokussetzen im November ging es in die verdiente Winterruhe, die aufgrund des milden Winters früher endete als gewohnt.

Einen zufriedenstellenden Kassenstand vermeldete Kassierin Gerti Brüderl. Zu den anstehenden Terminen zählen unter anderem der Wühlmausfangkurs am 11. April in Langenspach, ein Waldspaziergang zu den Bibern für Kinder ab sechs Jahren am 25. April, ein Veredelungskurs des Kreisverbandes am 28. April in Palling, ein Sensenmähkurs des Kreisverbandes am 31. Mai in Langenspach, die Traunsteiner Rosentage von 13. bis 15. Juni, das Radi-Essen am 20. Juni im Erlstätter Pfarrsaal, der Kräuterbuschenverkauf am 15. August in der Pfarrkirche Erlstätt und die Herbstversammlung am 7. Oktober beim Fliegl.

Informativ und lehrreich war der Vortrag »Natur erleben ohne Angst«, der Biologin Ute Künkele aus Petting, bei dem der neue Beamer des Vereins seine erste Bewährungsprobe bestand. »Angst ist etwas ganz Natürliches, sie schützt den Menschen«, doch viele Menschen würden Lebewesen aus Unwissenheit verfolgen und bekämpfen, obwohl diese für sie völlig ungefährlich seien, mahnte Künkele an. Als Beispiel nannte sie die Blindschleiche und die Ringelnatter. Etwas mehr Vorsicht sei bei der Kreuzotter geboten. Deutlich mehr Gefahr gehe dagegen von den Zecken aus, die die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) und Borreliose übertragen. »Während die männlichen Zecken völlig harmlos sind, brauchen die Weibchen das Blut für ihren Nachwuchs«, verriet die Biologin. Zecken säßen nicht, wie oftmals behauptet, auf Bäumen und Sträuchern, sondern in der Wiese und auf Moospolstern und würden dann auf die Körperwärme von Passanten reagieren. Wenn sie dann eine weiche Hautstelle gefunden hätten, »stechen sie zu, Zecken beißen nämlich nicht«, betonte Künkele. mmü