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»Erfreuliche Haushaltslage«

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Unterwössen – Eine nach eigenen Worten »erfreulich gute Nachricht« über den Haushaltsabschluss 2016 hatte Unterwössens Bürgermeister Ludwig Entfellner für den Gemeinderat in der ersten Sitzung des neuen Jahres. Die Rücklagen erhöhen sich voraussichtlich um 110 000 auf 780 000 Euro. Auch der Schuldenabbau in den vergangenen drei Jahren von circa 2,7 auf aktuell 2,1 Millionen Euro schreitet weiter voran.


Kein eigener Tagesordnungspunkt war die Bekanntgabe von Bürgermeister Entfellner über die positive Haushaltslage. Nach seiner Aussage seien die Rücklagen von 780 000 Euro so hoch wie lange nicht und reduzierten die effektive Verschuldung auf 1,3 Millionen Euro. Das entspreche einer Pro-Kopf-Verschuldung von 370 Euro. Gleichzeitig habe sich die Verschuldung seit 2014 mehr als halbiert und liege damit erstmals wieder unter dem Durchschnitt vergleichbarer Gemeinden.

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Hohe Steuereinnahmen zu verzeichnen gewesen

Entfellner begründete diese positive Entwicklung neben der guten gesamtwirtschaftlichen Lage mit hohen Steuereinnahmen und niedrigen Zinsen auch mit einer sparsamen und soliden Haushaltsführung.

Trotz aller Sparsamkeit sei aber auch viel in der Gemeinde investiert worden, wie in die Dorferneuerung in Unterwössen, die Oberflächenentwässerung und Gestaltung des Kapellenplatzes in Hinterwössen und in den Umbau des alten Schulhauses in ein Dorfhaus in Oberwössen. Nicht unerwähnt ließ der Bürgermeister die Unterstützung mit staatlichen Mitteln, vor allem aus der Städtebauförderung. Sein Resümee: »Unter diesen Voraussetzungen wollen wir unser Dorf konzentriert weiterentwickeln.«

Gemeinderäte mit Ergebnis zufrieden

Einhellig zufrieden reagierten die Gemeinderäte. Auf den Punkt brachte es Markus Entfellner (FDP): »Rücklagenbildung, Schuldenabbau und dabei noch Investitionen, das ist in der Tat positiv.« Einzig seine frühere Parteigenossin Sandra Sonntag (Wählervereinigung Bürgerkandidaten) monierte die Aufrechnung von Rücklagen gegen Schulden und wies auf den Status von Unterwössen als eine der finanzschwächsten Gemeinden im Landkreis hin.

»Falsche Behauptung verunsichert unsere Bürger«

Klartext sprach daraufhin Anton Aberger (CSU): »Deshalb kann man aber nicht behaupten, dass Unterwössen keinerlei finanzielle Rücklagen gebildet hat. Diese falsche Behauptung verunsichert unsere Bürger.« Aberger spielte damit auf entsprechende Äußerungen der Gemeinderätin in Leserbriefen an. Der Bürgermeister enthielt sich eines Kommentars.

Schneeräumung klappe hervorragend

Noch einmal zog sich Sonntag den Unmut des gesamten Gremiums zu, als sie nach eigenen Worten »eine Äußerung einer Bürgerin weitergab, dass die Straßen im Ort schlecht vom Schnee geräumt werden«. Dagegen äußerten sich mindestens sechs Gemeinderäte. Ihr gemeinsamer Tenor: Die Schneeräumung in Unterwössen klappe so hervorragend, dass der Ort als Musterbeispiel unter den benachbarten Orten gelte. bvd