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»Erfreuliche Entwicklung der Finanzen«

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Grassau. Von einer »erfreulichen Entwicklung der Finanzen« sprach Bürgermeister Rudi Jantke in der jüngsten Marktgemeinderatssitzung. In dieser wurde der Nachtragshaushaltsplan einstimmig beschlossen.


Notwendig wurde der Nachtragshaushaltsplan durch bislang nicht eingeplante Investitionen, die aber nicht zu einer Kreditaufnahme führten. Der Rathauschef informierte, dass sich die Einnahmenseite der Gemeinde verbessert habe. So kann die Gewerbesteuer von veranschlagten 800 000 um 450 000 Euro höher angesetzt werden. Auch die Einkommenssteuerbeteiligung der Gemeinde steigt um 85 400 Euro auf nunmehr 2,33 Millionen Euro. Der Ansatz im Bereich der Grunderwerbssteuer steigt um 20 000 auf 90 000 Euro. Erfreulich sei, dass sich der Fremdenverkehrsbeitrag um 32 000 Euro erhöhe. Mit den Mehreinnahmen steigt auch die Zuführung zum Vermögenshaushalt um 371 000 Euro auf nunmehr 1,06 Millionen Euro. Die vorgesehene Kreditaufnahme von 655 000 Euro wird auf Null gesetzt.

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Nicht benötigt wurden die für die Sanierung oder den Neubau des BRG-Gebäudes im Haushalt eingestellten 800 000 Euro. Dieser Betrag kommt erst im Haushalt 2014 zum Tragen.

Aufgrund der Haushaltslage wurden Investitionen möglich, die ursprünglich nicht vorgesehen waren. So wurde die Heizung im Arzthaus und im Kindergarten Rottau für 110 000 Euro erneuert und die Toiletten der Schule für 66 000 Euro saniert. Für Straßenerneuerungen konnten zusätzlich 120 000 Euro aufgewendet werden. Und für den bevorstehenden Winterdienst wurde der Ansatz um 30 000 Euro erhöht.

Aus der allgemeinen Rücklage werden nun ebenfalls fast 100 000 Euro weniger entnommen als angesetzt. Es werden nur 260 000 Euro benötigt. Der Schuldenstand verringert sich von 4,8 Millionen auf 4,4 Millionen Euro. Werden dieser Summe die Rücklagen gegenübergestellt, so hat die Gemeinde 3,2 Millionen Euro an Verbindlichkeiten. »Was wäre wohl gewesen, wenn die Gemeinde im vergangenen Jahr nicht 1,8 Millionen Euro an Gewerbesteuer hätte zurückerstatten müssen«, fragte Jantke. Dennoch sei er zufrieden, dass sich der Haushalt trotz dieser außergewöhnlichen und unvorhersehbaren Belastung so positiv entwickelt habe. tb

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