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Erfolg ist nicht immer vom Glück abhängig

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Die Staatspreisträger (von links) Wolfgang Lamminger, Christina Schock, Marina Feichtner und Angelina Huber wurden ausgezeichnet. (Foto: Buthke)

Traunstein – Bei der Abschlussfeier des Staatlichen Beruflichen Schulzentrums Traunstein wurden 150 Schüler verabschiedet.


Die Staatlichen Berufsfachschulen für Ernährung und Versorgung, Kinderpflege und Sozialpflege verlassen 113 Berufsfachschüler. 20 Schüler der 12. Klasse Ernährung und Versorgung machten die duale Ausbildung zur Hauswirtschafterin. In der Staatlichen Berufsschule III absolvierten zwölf Gärtner und 25 Landwirte ihre Ausbildung erfolgreich. Außerdem erreichten 82 Absolventen nicht nur eine Berufsausbildung, sondern auch den mittleren Schulabschluss.

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Für ihre hervorragenden schulischen Leistungen mit einem Notendurchschnitt bis 1,5 bekamen Josef Aicher (1,0), Theresa Beierl (1,5), Marina Feichtner (1,46), Alois Hartl (1,5), Angelina Huber (1,11), Wolfgang Lamminger (1,5) und Christina Schock (1,46) einen Staatspreis der Regierung von Oberbayern.

Auf den Zusammenhang zwischen Glück und Erfolg ging Schulleiterin Barbara Spöttl in ihrer Ansprache ein. Manch einer spreche lieber vom Erfolg als vom Glück, weil er über den Prüfungsgegenstand so viel verinnerlicht habe, dass es auf »Glück« gar nicht mehr ankomme. Glück sei vor allem das Ergebnis der persönlichen Gaben, die nur wachsen und gedeihen könnten, wenn sie gut gepflegt und gehegt würden.

Die Vertreter der sozialen Berufe zeichneten sich durch ihre Fähigkeit aus, Menschen zu betreuen, zu bilden und zu fördern, während die »grünen« Berufe unser tägliches Brot und den Erhalt unserer schönen Chiemgauer Landschaft garantierten. Der Zweig der »Ernährung und Versorgung« ziele mit seinen Anforderungen darauf ab, dass wir alle in einem gepflegten Ambiente gesund verpflegt und betreut würden.

»Gute Gärtner Ihrer Gaben«

»Sie alle haben sich als gute Gärtner Ihrer Gaben erwiesen, indem Sie erfolgreich Ihre Prüfungen bestanden haben«, sagte die Oberstudiendirektorin.

Da das Berufliche Schulzentrum ab dem kommenden Schuljahr wieder seine Eigenständigkeit mit einem eigenen Schulleiter erhält, wünschte Spöttl der ganzen Schulfamilie einen gelungenen Start in die Selbstständigkeit und Unabhängigkeit.

Bildung und Ausbildung seien das Tor zum Leben, erklärte der stellvertretende Landrat Sepp Konhäuser. »Gerade die berufliche Bildung liegt dem Landkreis sehr am Herzen, weil sie der Garant für die Zukunft unserer Wirtschaftsregion ist«, betonte Konhäuser. Ohne duale Bildung hätte man nur Akademiker, die zwar wüssten, wie es gehe, aber man hätte niemanden mehr, der wisse, wie man es mache.

Eine Berufsausbildung sei ein gutes und unverzichtbares Fundament, sagte Oberbürgermeister Christian Kegel. »Der eigentliche Zweck des Lernens ist nicht das Wissen, sondern das Handeln«, zitierte er den englischen Philosophen Herbert Spencer. Sie hätten die für ihren Beruf erforderlichen, theoretischen und praktischen Kenntnisse erworben. Nun liege es an ihnen, was sie daraus machten. Bjr