weather-image

Enzianstraße wird keine Anliegerstraße

0.0
0.0

Bergen – Einen Antrag auf Umwandlung der Enzianstraße in einen verkehrsberuhigten Bereich stellte in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats ein Anlieger und begründete dies mit dem starken Verkehrsaufkommen. Das Gremium lehnte den Antrag einvernehmlich mit der Begründung ab, dass dort nur Tempo 30 erlaubt ist. Michael Utzmeier (CSU) wie auch Albert List (SPD) meinten ergänzend, die Enzianstraße werde hauptsächlich von Anliegern genutzt.


Beim Tagesordnungspunkt »Anfragen und Anträge« ging Katharina Hallweger (Grüne Liste Bergen) auf die Verschmutzung des Kurparks durch Hundekot ein. Besonders beim Sommernachtsfest sei das vermehrt festzustellen gewesen. Hunde sollten doch im Kurpark an der Leine geführt werden. Deshalb regte sie ein Hundeverbot an, wenn die Verschmutzung weiter anhalte.

Anzeige

Mehrheitlich abgelehnt wurde der Antrag eines Landwirts auf Nutzungsänderung des ehemaligen Anbindestalls als Kälber- und Jungviehstall sowie die Änderung der Innenaufteilung des Milchviehlaufstalls mit Verlegung der Großtierplätze aus dem Altstall und Anbau einer Überdachung für Kälber-Iglus an der Siegsdorfer Straße. Die Nutzungsänderung sieht dort im neuen Plan nun 100 Großtierplätze vor, bisher waren es 68. Darin sah das Gremium mit eindeutiger Mehrheit eine erhebliche Lärmbeeinträchtigung für die Nachbarschaft. Bürgermeister Stefan Schneider und die meisten Räte stellten fest, ein Immissionsgutachten könnte hier Klärung bringen.

Das Einvernehmen erteilte der Gemeinderat zum Bauantrag auf Abbruch eines Stadels und Neubau eines Tankraums mit Terrasse auf einem Grundstück an der Schlipfinger Straße. Zustimmung gab es auch für den Bauantrag für zwei Wohnungen an das Haus am Eichenweg. Der Rat forderte den Antragsteller auf, dort sechs Stellplätze zu schaffen.

Bereits in Anspruch genommen hat Claus-Dieter Kiesewetter die neue Bürgerfragestunde alle 14 Tage 30 Minuten vor Beginn der öffentlichen Gemeinderatssitzung. Er fragte Bürgermeister Schneider: »Ist es Aufgabe der Gemeinde oder des Wasserwirtschaftsamtes, den Bewuchs der Böschungen entlang der Weißache regelmäßig zu entfernen?« Dazu erklärte Bürgermeister Schneider, die Weißache ist ein Gewässer zweiter Ordnung, für das das Wasserwirtschaftsamt zuständig ist. Der Flussbaumeister habe für heuer das Ausschneiden vorgehabt, doch durch das Hochwasser in Simbach musste er dort sein. Eventuell wäre das Ausschneiden noch im Spätherbst oder zum Winterbeginn möglich.

Die zweite Frage lautete: »Wie viele betroffene Böschungsgrundstücke müssen noch von der Gemeinde von den derzeitigen Eigentümern gekauft werden, um eine nachhaltige Sanierung der Weißache zu erreichen?« Dazu sagte Schneider, das Wasserwirtschaftsamt werde zwei Planungen vorstellen, ob ein Ausbau der Weißache oder die Errichtung von Flutmulden sinnvoll ist. Das Ergebnis müsse abgewartet werden, dann könne man feststellen, wie viele Grundstücke die Gemeinde zu kaufen habe. Weiter sagte der Bürgermeister, ein Gutachter werde den Wert der Grundstücke feststellen. Er hoffe, dass 2018 der Ausbau beginnen könne. OH

Mehr aus der Stadt Traunstein