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Entwässerungsgräben geräumt

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Schonend von Hand geräumt wurden die Entwässerungsgräben des Wasser- und Bodenverbandes Grabenstätter Moos nahe dem Ortsteil Winkl. (Foto: Müller)

Grabenstätt. Zur Grabenräumung per Hand beim Wasser- und Bodenverband Grabenstätter Moos fanden sich am ersten Tag 30 und am zweiten Tag 14 Helfer ein. Laut Satzung müssen alle Mitglieder des Verbandes, die auf dem 400 Hektar großen Areal einen Acker, eine Wiese oder Streuwiese besitzen, je nach Größe und Art der eigenen Flächen eine bestimmte Anzahl von Arbeitsstunden verrichten. Wer selbst auf Hand- und Maschinendienste verzichtet, muss die geleisteten Arbeitsstunden bezahlen.


Nachdem Sepp Peteranderl die Helfer mit Sensen und Rechen ausgestattet und in Gruppen eingeteilt hatte, wurden die Grabensohlen sorgfältig geräumt. Den Rest übernimmt nun ein kleiner Bagger mit Mähkorb. Die Vorarbeit hatten Maschinen geleistet, die aber beispielsweise beim Mähen an den Brücken nicht optimal eingesetzt werden können.

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Dass früher bei den Mäh- und Rechenarbeiten deutlich mehr mit der Hand gemacht werden musste, zeigen die Zahlen im Notizblock von Pe-teranderl. Bei seinem ersten Einsatz 1982 hätten noch 450 Personen 1800 Arbeitsstunden verrichtet. Als Tiefpunkt bezeichnete er das Jahr 2011, als es 25 Personen nur auf 93 Stunden brachten. Im Vorjahr habe es mit 58 Personen und 214 Arbeitsstunden wieder etwas besser ausgesehen.

Der Wasser- und Bodenverband ist für den Unterhalt des 27 Kilometer langen Grabensystems und der Straßen im Grabenstätter Moos verantwortlich. Durch die jährlichen Grabenräumungen werde gewährleistet, so Vorstand Johann Wimmer, dass das Wasser, das man von überall her aufnehme, auch wieder in die Hirschauer Bucht abgegeben werden könne. Durch die fortschreitende Verlandung der Bucht werde dies aber immer schwieriger. mmü

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