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»Entschuldigung, dass ich hier wohne«

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Die Verlängerung des Parkverbots auf der rechten Seite hat nach Angaben von Schwimmbadreferent Konrad Obermaier schon mehr Sicherheit gebracht. Zuvor sei die Zufahrt für Rettungsdienste und Feuerwehren an manchen Tagen kaum möglich gewesen. (Foto: Hohler)

Traunstein. »Entschuldigung, dass ich hier wohne« – so oder so ähnlich musste sich wohl schon mancher Anwohner der Straße Am Schwimmbad rechtfertigen, wenn er mit dem Auto nach Hause wollte, obwohl doch gerade die Masse der Schwimmbadbesucher vom Bad wegfahren wollte. Naturgemäß geht es dabei gelegentlich recht eng zu, nicht immer behalten alle Beteiligten die Nerven.


Schwimmbadreferent Konrad Obermaier kritisierte in der jüngsten Sitzung des Stadtrats die seiner Meinung nach unzureichende Zufahrt zum Bad und verwies auf Sicherheitsprobleme – für Rettungsdienste und Feuerwehr sei die Zufahrt manchmal kaum möglich gewesen, zumindest, bevor das Parkverbot auf der rechten Seite verlängert wurde. »Danke dafür«, sagte er im Rahmen der Sitzung. Trotzdem wehrten sich die Bewohner der Siedlung dagegen, dass manchmal eine Ein- und Ausfahrt kaum möglich sei. »Am schlimmsten ist es, wenn ein Gewitter ansteht und alle gleichzeitig raus wollen, während die Anwohner rein wollen, etwa, um ihre Häuser zu schützen. Meine Bitte wäre, die Parkierung weiter einzuschränken, besonders auf der rechten Seite, damit die Feuerwehr ungehindert durch kann. Die Polizei müsste das auch mehr kontrollieren.« Zwei oder drei Anlieger kämen zu Stoßzeiten aus ihren Garagen kaum noch hinaus. »Die versuchen zwar, sich mit Biertragerln zu behelfen, aber das interessiert keinen«, so Obermaier.

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»Da ist ein massives Schreiben eingegangen«, bestätigte auch Oberbürgermeister Manfred Kösterke. Ein Ortstermin mit dem Stadtbrandinspektor habe jedoch ergeben, dass die Zufahrt mit Feuerwehrfahrzeugen »überhaupt kein Problem« sei. »Dass es diese Auswüchse gibt, das werden sie feststellen an jedem Badeplatz in Chieming oder an irgendeinem anderen Schwimmbad, wir können da nur mit Verwarnungen reagieren.« Am Wochenende sei natürlich der Verkehrsüberwachungsdienst personell stark eingeschränkt, »und die Polizei hat am Wochenende meistens anderes zu tun«.

Kösterke riet den betroffenen Anwohnern, die Polizei zu rufen, wenn Einfahrten zugeparkt sind. »Notfalls sollten sie das Auto abschleppen lassen. Das ist eine privatrechtliche Geschichte.« Im Gegensatz zu früher müsse man sich heute wegen der Kosten keine Sorgen mehr machen: »Die geben das Auto erst raus, wenn die Rechnung bezahlt ist. Wir geben das Problem aber auch nochmal an die Polizei weiter.« coho