weather-image

Engpässe beim Streusalz wird es nicht mehr geben

0.0
0.0
Bildtext einblenden
Bis zu 40 000 Tonnen Streusalz fasst die zentrale Lagerhalle in Eiselfing bei Wasserburg, die von den Staatlichen Bauämtern Traunstein und Rosenheim sowie der Autobahndirektion Südbayern genutzt wird.

Immer wieder einmal ist es in den letzten Jahren vorgekommen, dass bei langen Schnee- und Eisperioden das Streusalz knapp geworden ist. Das soll nach Möglichkeit nicht mehr vorkommen. Sowohl der Landkreis Traunstein als auch das Staatliche Bauamt haben zusätzliche Lagerkapazitäten geschaffen. So hat zum Beispiel der Landkreis neben den 3500 Tonnen, die zu Winterbeginn in Erlstätt, Taching und Kienberg eingelagert wurden, eine zusätzliche Reserve von 2000 Tonnen in einem Lager in Rosenheim gebunkert (wir berichteten). In einer noch komfortableren Situation ist das Staatliche Bauamt, dessen neues Salzlager 40 000 Tonnen fasst. Davon sind 12 000 Tonnen für die Traunsteiner Behörde reserviert.


Die Halle befindet sich bei Eiselfing in der Nähe von Wasserburg. Die Behörde hat sie gemeinsam mit dem Staatlichen Bauamt Rosenheim und der Autobahndirektion Südbayern im Rahmen eines südbayerischen Verbundes von der Firma Zosseder angemietet. Das berichtete der Leiter des Staatlichen Bauamtes Traunstein, Sebald König, in einem Gespräch mit dem Traunsteiner Tagblatt. Mit acht Räum- und Streufahrzeugen unterstützt das Unternehmen Zosseder den öffentlichen Winterdienst.

Anzeige

Zuletzt, so berichtete König, ist das Streusalz in der Region vor drei Jahren knapp geworden. Es ist immer schwer, die benötigte Menge zu kalkulieren. Sie schwankt zwischen 5000 und 18 000 Tonnen. Die Rekordmenge von 18 000 Tonnen wurde im Winter 2005/2006 benötigt, die nur 5000 Tonnen im darauf folgenden Winter. Aktuell, so teilte das Bauamt dieser Tage mit, habe man in diesem Winter bereits weit mehr als 11 000 Tonnen auf den Straßen im Amtsbereich ausgebracht. Das Staatliche Bauamt ist für den Räum- und Streudienst auf etwa 900 Kilometern Staats- und Bundesstraßen sowie einem Autobahnteilstück im Norden des Amtsbereiches und für die Kreisstraßen im Landkreis Berchtesgadener Land zuständig.

Pro Streckenkilometer Autobahn wurden in den Jahren seit 2008 pro Winter durchschnittlich 22,6 Tonnen Salz ausgebracht. Im Spitzenwinter 2005/2006 waren es 39 Tonnen. Den durchschnittlichen Bedarf für Bundes- und Staatsstraßen beziffert die Behörde mit 14,5 Tonnen im Durchschnitt der letzten Jahre. Für die Kreisstraßen im Berchtesgadener Land wurde ein Durchschnittsverbrauch von knapp 11 Tonnen ermittelt.

Strenge Winter mit lang anhaltenden Frostperioden und viel Schnee erhöhen die Kosten für den Winterdienst enorm. Dazu kommen für die Straßenbaulastträger noch die hohen Kosten für die Beseitigung von Frostschäden an den Straßen, die jetzt vielerorts sichtbar werden.

Was in den kommenden Wochen noch auf den Winterdienst zukommt, steht in den Sternen. Die Hoffnung, dass die Räum- und Streufahrzeuge nicht mehr ausrücken müssen, wird sich gewiss nicht erfüllen, denn erfahrungsgemäß muss man auch im März noch mit erheblichen Mengen an Schnee und Eis rechnen. -K.O.-