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Energiekosten der Schule wurden drastisch gesenkt

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Vachendorf. Bis auf ein paar kleine Wünsche sind die Bürger von Vachendorf mit der Arbeit der Gemeinde und des Gemeinderates offenbar zufrieden. Diesen Eindruck vermittelte jedenfalls die Bürgerversammlung im Gasthaus zur Post.


Das Aufbringen eines fehlenden Mittelstreifens auf der Umgehungsstraße, die Entfernung eines verrosteten Hundeklos an der Schulstraße sowie ein Radweg in Richtung Erlstätt waren die größten Anregungen aus der Mitte der zahlreich erschienenen Vachendorfer. Einzig für den Radweg war für Bürgermeister Rainer Schroll keine schnelle Änderung in Sicht: »Ich sehe da momentan keine Lösung.«

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Angesprochen wurde die rechtliche Situation für die Windkraft in Vachendorf. Schroll erklärte dazu, dass Vachendorf im Regionalplan der Region 18 noch in einem Windkraftausschlussgebiet liege. Der Regionalplan solle jedoch fortgeschrieben werden. Suchräume seien aber von verschiedenen Faktoren abhängig. Im Ort gebe es demnach keine Fläche, wo Windkraft genutzt werden könne.

In seinem Rechenschaftsbericht wies der Bürgermeister auf die energetische Sanierung der Schule für 1,2 Millionen Euro hin. Ganz untypisch für einen öffentlichen Bau wurde die Kostenplanung um 13 Prozent unterschritten. Die Gemeinde erwartet einen staatlichen Zuschuss von 754 000 Euro. Durch den Einbau eines Hackschnitzelheizwerks konnten die Energiekosten von rund 31 000 auf 11 000 Euro reduziert werden. Diese Nachricht quittierten die Zuhörer mit großem Beifall. Die Schülerzahl liegt bei 90. An der Mittagsbetreuung nehmen 27 Kinder teil. Im Mittelschulverbund »Chiemgau Süd« werden 16 Schüler aus Vachendorf, davon fünf im M-Zug, unterrichtet.

Für 500 000 Euro wurde eine Kinderkrippe gebaut. Der Zuschuss beträgt hier 360 850 Euro. Die Energieversorgung erfolgt über die Fernwärme der Schule. »Wir erwarten uns dadurch ebenfalls Energieeinsparungen«, so Schroll. Gestartet wird im Dezember mit 13 Kindern, davon zwei Integrationskinder. Die Trägerschaft übernimmt die Katholische Kirchenstiftung. Der Kindergarten und die neue Krippe tragen den Namen »Katholische Integrationskindertagesstätte Mariä Himmelfahrt Vachendorf«. Im Jahr 2012/13 sind dort 56 Kinder untergebracht. Mit Blick auf 2013, wenn der gesetzliche Anspruch auf Unterbringung in einer Kinderkrippe greift, stellte der Bürgermeister fest: »Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht. Auch das Personalproblem ist gelöst.«

Nachdem im Pumpwerk Fuschbach zwischen 2009 und 2011 Reparaturkosten von fast 50 000 Euro angefallen waren, hat sich die Gemeinde für die Neuanschaffung einer Pumpe samt Steuerung für 152 000 Euro entschieden. Die Investition müsse mit 14 Cent pro Kubikmeter auf die Wassergebühren umgelegt werden, sagte Schroll. Außerdem wurde die Pumpe im Schwimmbad für knapp 14 000 Euro erneuert, wodurch sich die Wasserqualität verbessert hat. Trotz einer Unterdeckung im Schwimmbad von 28 000 Euro im Jahr 2011 wurde auch heuer kein Eintritt verlangt.

Der Haushalt 2012 der Gemeinde umfasst 3,28 Millionen Euro. Die wesentlichen Ausgaben des Verwaltungshaushaltes sind die Kreisumlage (587 000), die Umlage der Verwaltungsgemeinschaft (183 000), die Unterdeckung der Schule (119 000), die Personalkosten des Bauhofs (94 000) und der Anteil am Kindergarten (106 000). Im Vermögenshaushalt schlagen der Bau der Kinderkrippe (500 000), die Sanierung der Schule (225 000), die Pumpen und Steuerung für den Kanal (170 000) und der Ausbau des Breitbandkabels (100 000) am meisten zu Buche. Die Rücklagen betragen 400 000 Euro.

Zur Situation am Türlberg meinte der Bürgermeister, die Gemeinde müsse für die Unwetterschäden von 2002 voll haften. Deshalb sei sie von ihrer kommunalen Haftpflichtversicherung aufgefordert worden, dort tätig zu werden, um künftige Schäden zu vermeiden. Bjr

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