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Energiekonzept für Südostoberbayern

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Im Fokus des Konzepts stehen unter anderem auch die Potenziale der erneuerbaren Energien.

Die zukünftige Versorgung mit Energie ist nicht allein auf kommunaler oder Landkreisebene zu lösen. Daher hat der regionale Planungsverband Südostoberbayern beschlossen, ein regionales Energiekonzept für die Region 18 mit den Landkreisen Traunstein, Berchtesgadener Land, Altötting, Mühldorf und Rosenheim sowie der kreisfreien Stadt Rosenheim erstellen zu lassen. Das Wirtschaftsministerium fördert das Projekt mit einem Zuschuss in Höhe von 75 Prozent der förderfähigen Kosten.


Anfang des Jahres ist nun das Projekt mit einem Zeithorizont von zwei Jahren offiziell gestartet. Ziel des Projekts ist es, zu analysieren, wo die Planungsregion energetisch steht und welche Potenziale vorhanden sind. Des Weiteren sollen ökologisch und ökonomisch sinnvolle Maßnahmen erarbeitet werden, damit die Energieversorgung in der Region auch in Zukunft sichergestellt werden kann. Hierfür soll ein fundierter und konkreter Umsetzungsplan in den Handlungsfeldern der Energieerzeugung und der Energiespeicherung erarbeitet werden.

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In einem ersten Schritt erfolgt von einem breit gefächerten Expertenteam nun eine umfassende und detaillierte Analyse des aktuellen energetischen Ist-Zustands der Planungsregion. Die Datenerhebung beinhaltet neben der Erfassung der vorhandenen Strom-, Wärme- und Gasnetze auch die derzeitige Stromerzeugung durch erneuerbare Energien. »Eine exakte Erfassung des bestehenden Energiebedarfs bildet die Grundlage für die Entwicklung von effizienten Energiekonzepten«, so Verbandsvorsitzender Landrat Erwin Schneider. »Deshalb bitten wir alle Kommunen und Firmen in der Region, sich die Zeit zu nehmen und den kürzlich versandten Fragebogen bestmöglich auszufüllen und zeitnah zurückzuschicken.« Ziel ist es, die großen Wärme- und Stromverbraucher sowohl im Industriesektor als auch bei den kommunalen Gebäuden zu identifizieren.

Darauf aufbauend wird das Expertenteam Potenzialanalysen durchführen und die Möglichkeiten zur Energiespeicherung untersuchen. Anschließend werden Maßnahmen zur Energieeinsparung und zur effizienteren Energienutzung ermittelt. Im Fokus stehen aber auch die Potenziale der erneuerbaren Energieträger. Hierbei handelt es sich um die Stromerzeugung aus Photovoltaik, Wind- und Wasserkraft sowie die Wärme- und Stromerzeugung aus Geothermie, Biomasse und Reststoffen sowie aus Kraft-Wärme-Kopplung. Die Analyse der vorhandenen Stromnetze und die Lokalisierung von Schwachstellen bei einer zukünftigen, regenerativen Energieversorgung ist ebenfalls Teil des Konzepts.

Die Projektergebnisse werden abschließend in einem Steckbrief für die gesamte Planungsregion zusammengefasst. Außerdem erstellt das Expertenteam für jeden Landkreis und jede Kommune zusätzlich einen eigenen Steckbrief. fb