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Endgültiges Aus fürs Unterwössener Hallenbad

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Unterwössen. Was nach der Insolvenz des Unterwössener Hallenbads im Jahr 2012 schon viele vorhergesagt hatten, ist jetzt offiziell: Das 40 Jahre alte Bad wird weder wiederbelebt noch generalsaniert. Das hat der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung mit einer Gegenstimme beschlossen.


Bürgermeister Ludwig Entfellner fasste in der Sitzung noch einmal alle Überlegungen der jüngsten Zeit in Sachen Hallenbad-Erhalt zusammen. Eine Generalsanierung ohne Sauna und ohne besondere Attraktivitätssteigerungen hätte rund 2,75 Millionen Euro verschlungen. Hinzu gekommen wären pro Jahr noch etwa 150 000 Euro an Unterhaltskosten.

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»Selbst mit einer Förderung sind die Sanierung und der Unterhalt nicht zu schultern und würden zu einer unverantwortlichen Belastung für die nächste Generation führen«, gab der Rathauschef zu bedenken. Im Übrigen bestünde nach den aktuellen EU-Richtlinien derzeit keine Handlungssicherheit für eine Förderung.

Nach den heutigen Ansprüchen bewertete der Bürgermeister die kommunalen Schwimmbäder als »Auslaufmodell«: »Sie werden künftig vermehrt von privater Hand betrieben werden.«

Angesichts der 1,5 Millionen Gästeübernachtungen pro Jahr in Reit im Winkl, Ruhpolding und Inzell sei eine gewinnbringende touristische Nutzung des Hallenbads in Unterwössen mit seinen nur 150 000 Übernachtungen unrealistisch. Auch als Schulbad hätte der Ort mit seinen 200 Schülern gegenüber Marquartstein (1500 Schüler) und Grassau (700) keine Chance.

Bis auf Josef Kurz-Hörterer (CSU), der den Verlust des Hallenbades besonders für das Schulschwimmen beklagte, stimmte das gesamte Gremium für die Aufgabe der Einrichtung. bvd