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Elfriede Obermaier bei der »Küchenschlacht« dabei

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Die Wagingerin Elfriede Obermaier, hier in ihrer Küche, tritt am heutigen Samstag und Sonntag in der ZDF-Sendung »Küchenschlacht« an. Ausgestrahlt wird dies aber erst im Februar. (Foto: H. Eder)

Waging am See. Spannend wird es an diesem Wochenende für die Wagingerin Elfriede Obermaier. Die 67-Jährige steht heute und morgen vor der Herausforderung, sich in Sachen Kochkunst gegen fünf Mitbewerber durchzusetzen – in Hamburg, vor Kameras und vor vielen Zuschauern. Elfriede Obermaier ist nämlich ausgewählt worden, an der »Küchenschlacht« teilzunehmen, der Kochshow des ZDF, die immer von Montag bis Freitag um 14.15 Uhr ausgestrahlt wird.


Die temperamentvolle Dame hat sich bestens darauf vorbereitet. Sie hat sich ihre Menüs überlegt und den Fernsehleuten mitgeteilt, damit bei den Kochrunden auch alles bereit liegt. Kalbfleischpflanzerl mit Kartoffeln und Porreegemüse gibt es da beispielsweise, ein weiteres Gericht sind Kalbsnieren, ebenfalls mit Kartoffeln, und als Nachspeise hat sich Elfriede Obermaier für Kaiserschmarrn entschieden. Denn sie legt Wert auf gute Hausmannskost; ausgefallene Gerichte müssen bei ihr nicht sein.

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Aufgewachsen ist Elfriede Obermaier, die jetzt schon seit fast 30 Jahren an der Teisenbergstraße in Waging wohnt, in Töging. Viele Jahre lang war sie als Bedienung in der Bahnhofsgaststätte in Mühldorf tätig gewesen. Als sie dann nach Waging kam, arbeitetet sie sechs Jahre im Bräukeller, fünf Jahre lang im Café Haslberger und hatte dann acht Jahre lang die Aral-Tankstelle an der Salzburger Straße gepachtet. Sozusagen als krönenden Abschluss hat sie danach doch auch noch selber eine Wirtschaft übernommen, nämlich den Mostwirt in Traunstein. Sechs Jahre lang hat sie diese Gaststätte geführt und denkt heut noch gern an diese Zeit und ihre vielen treuen Stammgäste zurück. Mit 63 ist sie in Rente gegangen, kann aber immer noch nicht ganz ohne Gastronomie leben: Im Sommer ist sie jetzt schon wieder im zweiten Jahr als Frühstücksbedienung im Hotel Wölkhammer beschäftigt.

Bei all ihren Tätigkeiten in der Gastronomie war sie selber nur ganz wenig in der Küche tätig. Ihre Kochkünste hat sie sich daheim erworben; hier hat sie sich zu einer sehr guten Köchin herausgemacht und ihre Familie – Mann und zwei Kinder – bekocht. Übrigens hat Elfriede Obermaier, wie könnte es anders sein, auch ihren Mann in einer Wirtschaft kennengelernt. Nur ganz kurz war sie nämlich auch beim Unterwirt in Waging beschäftigt gewesen. Einer der Gäste war ihr späterer Mann, der sie, als sie bald wieder aufgehört hatte, suchen ging, sie fand und dann auch heiratete.

Jetzt hat Elfriede Obermaier die Gelegenheit, ihre Kochkünste im Fernsehen vor großem Publikum zu beweisen. In drei Runden muss sie antreten und dabei drei Mal ein zuvor angekündigtes Gericht zaubern. Pro Runde scheidet jemand aus, und wer am Schluss übrig bleibt, dem winkt als Siegespreis ein Kochvergnügen mit einem Starkoch – in ihrem Fall mit Wilhelm Horst Lichter.

Idee kam zusammen mit erfolgreicher Vorgängerin

Die Idee, an dieser Kochshow teilzunehmen, kam zusammen mit einer erfolgreichen Vorgängerin der »Küchenschlacht« zustande: Im Kontakt mit Irmi Brey aus Taching, die ihrerseits vor drei Jahren nicht nur an der »Küchenschlacht« teilgenommen, sondern die auch gleich gewonnen hat, reifte bei Elfriede Obermaier der Plan, sich zu bewerben. Irmi Brey ist in Hamburg mit dabei und genießt nach der Aufregung von damals diesmal die Rolle der Zuschauerin. Das ZDF hält nämlich, wie sich Irmi Brey und ihr Mann noch sehr angenehm erinnern, einen tollen Service bereit: Natürlich wird alles bezahlt, sie werden am Flughafen abgeholt, für sie ist ein schönes Hotel gebucht. Und zu den Auftritten werden die Teilnehmer natürlich auch chauffiert. Und in der Maske wird schließlich noch perfekt geschminkt, auch wenn Elfriede Obermaier das nicht so sehr schätzt: »Das hab ich eh so dick!«

Das Konzept der »Küchenschlacht« sieht wie folgt aus: Je Sendewoche treten sechs Hobbyköche in einer Art Ausscheidungswettkampf gegeneinander an. Am Ende jeder Sendung entscheidet ein weiterer Fernsehkoch in einer Verkostung, welcher der Kandidaten auszuscheiden hat. Die Verbliebenen treten in der nächsten Sendung erneut gegeneinander an. Dem Gewinner winkt dann als Preis eine Einladung in die Sendung „Lafer! Lichter! Lecker!“, wo er von einem dieser Köche bekocht wird. Bei Irmi Brey war es noch der Koch Alexander Hermann gewesen - ein Termin, an den sie sehr gerne zurückdenkt.

Bis die Öffentlichkeit wissen wird, wie die »Küchenschlacht« diesmal ausgeht, wird es dauern. Denn die Sendung wird erst in der Woche nach dem 7. Februar ausgestrahlt. Und  bis   dahin muss eisernes Schweigen gewahrt bleiben.  Denn natürlich darf Elfriede Obermaier – dazu hat sie sich in dem Vertrag verpflichtet – nicht erzählen, wie die »Küchenschlacht« ausgegangen ist. he