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Elfi Dzial führt den AWO-Kreisverband

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Der neu gewählte Vorstand des AWO-Kreisverbands (von links): Hildegard Trentl-Leitner, Monika Enhuber, Edmund Niederlöhner, Elfi Dzial, Gaby Griesbeck, Robert Jekel und Roswitha Weinen. Josef Konhäuser und Gerda Wolf wurden in Abwesenheit gewählt. (Foto: Mix)

Traunreut – Elfi Dzial ist neue erste Vorsitzende des Kreisverbands Traunstein der Arbeiterwohlfahrt (AWO). Ihr zur Seite stehen als Stellvertreter Gaby Griesbeck und Edmund Niederlöhner. Sie wurden bei der Kreiskonferenz in Traunreut gewählt. Außerdem gab es ausführliche Berichte über die Aktivitäten und Einrichtungen im Landkreis Traunstein. Neu ist die »Kontaktstelle für ehrenamtliche Flüchtlingshelfer«.


Nachdem Brigitte Zimmermann, die seit 2000 Vorsitzende des AWO Kreisverbands Traunstein war, ihr Amt aus gesundheitlichen Gründen bereits letztes Jahr niedergelegt hatte, musste der Vorsitz neu besetzt werden. Vier Beisitzer ergänzen den Kreisvorstand: Josef Konhäuser, Hildegard Trentl-Leitner, Roswitha Weinen und Gerda Wolf. Zehn Delegierte für die Bezirkskonferenz wurden ebenfalls gewählt. Es sind Elfi Dzial, Gaby Griesbeck, Peter Heigermoser, Josef Konhäuser, Edmund Niederlöhner, Horst Pfannenstein, Rudolf Seehuber, Gerda Wolf, Anton Zeitlmayr und Gerhard Andersch. Kassenrevisoren sind Monika Enhuber und Robert Jekel.

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Besondere Ehrungen

Für ihr langjähriges Engagement als Kreisvorsitzende wurde Brigitte Zimmermann zur Ehrenvorsitzenden ernannt und erhielt eine Urkunde. Elfi Dzial bekam von der stellvertretenden Bezirksvorsitzenden Ingrid Simmet für ihr besonderes Engagement im Ortsverein Traunreut und im Kreisverband die Ehrenmedaille der Arbeiterwohlfahrt. Diese Auszeichnung wird für mehr als 20 Jahre ehrenamtliches Engagement an Menschen vergeben, die sich »in besonderer Weise um die AWO verdient machen und eine Leistung über das normale Maß hinaus erbringen«, wie Ingrid Simmet ausführte. Die Traunreuterin ist seit 1997 Vorsitzende des Ortsvereins und arbeitet seit 2007 im Kreisvorstand mit. Die sichtlich gerührte Elfi Dzial versprach, ihr neues Amt sehr ernst zu nehmen und ihr Bestes zu geben. »Wenn man etwas mit ganzem Herzen tut, dann wird es auch gelingen«, sei ihr Motto.

Im Vorfeld der Neuwahlen stimmten die AWO-Mitglieder einer Änderung der Satzung zu. Darin steht nun neu, dass der geschäftsführende Vorstand aus dem/der Vorsitzenden und zwei Stellvertretern besteht. Zuvor waren vier Stellvertreter vorgesehen.

Edmund Niederlöhner erläuterte, dass die finanzielle Situation des Kreisverbands gut sei, 2015 sei man allen Verpflichtungen ohne Überziehung der Konten nachgekommen und verfüge über ein befriedigendes Guthaben. Als eine der Aufgaben für die Zukunft stehe die Suche nach einer adäquaten Geschäftsstelle an. »Hier besteht dringender Handlungsbedarf, wir brauchen neue Räume«, betonte Niederlöhner. Auch die Selbsthilfekontaktstelle brauche Räumlichkeiten mit barrierefreiem Zugang.

1700 Mitglieder im Kreisverband

Ingrid Simmet betonte in ihrem Grußwort, dass die Zeiten für den Wohlfahrtsverband nicht einfach seien. »Die Werte von damals nach dem Weltkrieg, als die AWO gegründet wurde, gelten heute noch genauso«, betonte die stellvertretende Bezirksvorsitzende. Man müsse dennoch derzeit mit rund zehn Prozent Mitgliederrückgang jährlich fertig werden und dürfe nicht müde werden, neue Mitglieder zu werben. Der Kreisverband Traunstein sei sehr aktiv und stehe mit rund 1700 Mitgliedern im Bezirk Oberbayern an vierter Stelle.

Traunreuts Bürgermeister Klaus Ritter stellte dar, dass Traunreut zum einen eine Arbeiterstadt sei mit vielen verschiedenen Kulturen, aber auch einen Schwerpunkt als soziale Stadt mit vielen Einrichtungen habe: »Eine davon ist die AWO mit ihren Leistungen über alle Altersstrukturen hinweg.«

Als Gastgeber für die Kreiskonferenz stellte Robert Jekel das von ihm geführte AWO Seniorenzentrum Traunreut kurz vor. 120 Bewohner und 250 Patienten im Ambulanten Dienst würden hier betreut. Genauso vielfältig wie die Bewohner seien auch die Mitarbeiter aufgestellt, die sich aus mehr als 20 Nationen zusammensetzen, so dass sie sich mit den Betreuten auch in deren Muttersprache unterhalten können. Nächstes Jahr feiert das Seniorenzentrum 40-jähriges Bestehen. In diesen vier Jahrzehnten seien rund 160 Menschen zu examinierten Altenpflegern ausgebildet worden. mix