Elf Millionen Euro für den Hochwasserschutz

Der Freistaat Bayern wird in den nächsten Jahren weitere elf Millionen Euro in den Hochwasserschutz an der Tiroler Achen investieren. Das hat die Bayerische Umweltministerin Ulrike Scharf dem Traunsteiner Abgeordneten Klaus Steiner am Rande der Klausurtagung der CSU-Landtagsfraktion in Wildbad Kreuth mitgeteilt.


Steiner hatte das Gespräch, an dem auch hohe Beamte der Wasserwirtschaftsverwaltung im Umweltministerium teilnahmen, organisiert, um mit der Ministerin die weiteren Maßnahmen und die Strategie des Hochwasserschutzes im Landkreis Traunstein abzustimmen.

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Im Mittelpunkt stand neben dem Hochwasserschutz an der Traun und anderen Gewässern im Landkreis vor allem die Tiroler Achen, die nach den Worten Steiners als Gebirgsfluss be-sonders schnell und heftig auf Starkregenereignisse reagiert. Scharf und Steiner waren sich einig, dass die Schaffung von Rückhaltebecken und Retentionsräumen im Achental wegen fehlender Flächen nur begrenzt möglich ist. Daher habe die Verbesserung an den Dämmen eine hohe Priorität.

Ulrike Scharf stellte heraus, dass in den vergangenen vier Jahren elf Millionen Euro zur Schadensbeseitigung und Verbesserung von Hochwasserschutzanlagen im Landkreis investiert worden sind. Weitere drei Millionen Euro stehen zusätzlich für laufende Maßnahmen zur Verfügung. Klaus Steiner begrüßte die Ankündigung von Ministerin Scharf, zur Innenabdichtung der Achendämme weitere elf Millionen Euro zu investieren. Gerade beim jüngsten Hochwasser sei dies ein großes Problem gewesen.

Steiner brachte auch die Probleme der Bauern in Unterwössen, Raiten und im Überseer Unterland zur Sprache. Hier gehe es um die kleinen, alle zwei bis drei Jahre wiederkehrenden Überschwemmungen, die die Weiden versanden und verschlammen. »Wir brauchen hier praktikable Lösungen vor Ort«, sagte Steiner. Ein weiteres Thema war die Verlandung der Hirschauer Bucht. In einem Dialog mit der Bürgerinitiative »Rettet die Hirschauer Bucht« sollen die Themen Verlandung, Hochwasserschutz und Holzentnahme besprochen und Lösungen ausgelotet werden.

Dazu gehöre auch die Prüfung der Rücknahme der Dämme nördlich der Autobahn, um in den Auwaldflächen die Rückhaltung von Sand, Kies und Schwebstoffen zu ermöglichen. Steiner mahnte dabei die Einbindung der Landwirte und Gemeinden an. Vor allem dürfe der Hochwasserschutz auf der Überseer Seite nicht infrage gestellt werden. fb

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