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Elektromobilität in der Region vorantreiben

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Die Elektromobilität will die Handwerkskammer voranbringen. Vor dem Bildungszentrum in Traunstein wurde nun der Solarcarport mit Ladesäule in einer kurzen Feier eröffnet.

Traunstein. Die Handwerkskammer lässt in Traunstein den Worten zur Elektromobilität Taten folgen: Am Dienstagabend wurde am Bildungszentrum der Kammer in Mühlwiesen der neu geschaffene Solarcarport mit Ladesäule vorgestellt. Rund 50 Interessierte zum Thema Elektromobilität waren gekommen, einige von ihnen brachten auch ihre eigenen Elektrofahrzeuge mit und auch zwei Fahrzeuge der Handwerkskammer – gedacht für die Aus- und Weiterbildung – konnte man begutachten und testen.


Die Handwerkskammer bietet in einem Lehrgang, der im Herbst im Bildungszentrum in Traunstein beginnen soll, die Ausbildung zum Berater für Elektromobilität an.

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Die Ladesäule ist vorerst »halböffentlich«, interessierte Fahrer von Elektrofahrzeugen können sich mit der Handwerkskammer in Verbindung setzen und über die Nutzung abstimmen. Dass das Thema nun mit großen Schritten aus seinem Schattendasein herauskommt, wurde bei der Feier alleine schon daran erkennbar, dass eine Reihe namhafter Autokonzerne nun serienmäßige E-Fahrzeuge haben. Viele E-Autos waren am Dienstagabend zu sehen.

Der Leiter des Bildungszentrums, Max Stadler, stellte in seiner kurzen Begrüßungsrede den Traum eines Autofahrers vor, der sich unter anderem auch darin wiederfinde, sich nicht über steigende Spritpreise ärgern zu müssen. Die E-Mobilität sei hier ein Ausweg.

Aus Bundesmitteln konnte der Solarcarport mit Ladesäule, aber auch daneben eine Menge Technik, die dafür sorgt, dass die E-Mobilität intelligent in die Haustechnik integriert werden kann, finanziert werden. Sie steht nun auch in der praktischen Ausbildung im Bildungszentrum zur Verfügung. Neben einem Batteriepuffer und einem Steuerungssystem wurden auch zwei Elektroautos für die Aus- und Weiterbildung angeschafft. Stadler stellte das Handwerk in Sachen E-Mobilität als direkten Ansprechpartner heraus und forderte, dass die Industrie in ihrem Bemühen um die Elektromobilität nicht nachlassen dürfe. Dabei werde diese nur zu einem ernst zu nehmenden Wirtschaftsfaktor, wenn man die Herausforderung gemeinsam mit dem Handwerk angehe.

Oberbürgermeister Manfred Kösterke freute sich über die dritte E-Tankstelle in Traunstein. Neben einer Tankstelle am Städtischen Bauhof und gegenüber dem Landratsamt sei nun mit der Ladestation am Bildungszentrum eine dritte Möglichkeit geschaffen worden.

Der Obermeister der Elektroinnung, Otto Zach, der im Sonnenkreis des Landkreises Leiter der Arbeitsgruppe Energieeffizienz ist, war maßgeblich an der Projektentstehung beteiligt. Zach rechnete vor, dass der Solarcarport Strom liefere, mit dem man auf das Jahr gesehen gut über 20 000 Kilometer zurücklegen könne. Edmund Halletz von der Handwerkskammer wies darauf hin, dass es zur E-Mobilität eine Reihe von Mythen gäbe. Das Elektroauto habe nach wie vor mit Vorurteilen zu kämpfen, die sich aber entkräften ließen. awi