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Eisrettungs-Übung am Tachinger See

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Foto: FDLnews - Hans Lamminger

Tengling/Törring – Die Wasserwachten Tengling-Törring, Laufen-Leobendorf und Obing des Bayerischen Roten Kreuzes führten am Ufer des Tenglinger Strandbades eine Eisrettungs-Übung durch, die viele Besucher anlockte.In der letzten Woche bildete sich durch die starken Minustemperarturen eine dünne Eisschicht auf den Gewässern in unserer Region. Trotz des Tauwetters am Wochenende, führten die Wasserwachten eine Eisrettungs-Übung durch.

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„Wenn eine Person im Eis eingebrochen ist, zählt jede Minute“, erklärt Lothar Wagner, Einsatzleiter bei der Wasserwacht Tengling-Törring, „deshalb wurden verschiedene Rettungsmittel ausprobiert, damit im Fall der Fälle die Einsatzkräfte schnell genug helfen können.“

Mehrere Wasserretter, ausgerüstet mit Helm, Schwimmweste, Tauchanzug und Sicherheitsleinen, schoben einen Rettungsschlitten über die dünne Eisfläche. Es krachte und knirschte. Beim ersten „Opfer“ Nico Grothaus von der Wasserwacht Laufen-Leobendorf angekommen, versuchten die Retter ihn mühsam aus dem Wasser zu ziehen. Doch immer wieder zerbröckelte das dünne Eis, so dass sie ihr „Opfer“ schließlich mit Hilfe des Schlittens an Land zogen.

Einen sogenannten Überlebensanzug trug Nico Grothaus wie er nach der Übung schilderte. In diesem Wasserdichten Anzug ist er mit seiner normalen Kleidung. Es ist warm darin und durch die Luft hat er Auftrieb im Wasser und benötigt keine Kraft um an der Wasseroberfläche zu bleiben.

Am Ufer beobachteten die Wasserwachtler und Zuschauer aufmerksam die Übung. Ein Ausbilder erklärte die verschiedenen Rettungsmittel und was zu beachten ist.

Jungwasserretter Wolfgang Deinböck, der die Verschiedene Rettungsmittel vom Rettungsschlitten bis zum Schwimmbrett ausprobierte meinte, die Übung war für ihm eine neue und Interessante Erfahrung. Denn eine Eisfläche auf dem See gibt es nicht oft und das Haupteinsatzgeschehen befinde sich in den warmen Monaten.

Lothar Wagner warnt zum Schluss noch davor das Eis zu betreten. Die Eisflächen sind viel zu dünn und die Gefahr einzubrechen sei groß, wie die Übung auch zeigte.

Lothar Wagner warnt zum Schluss noch davor das Eis zu betreten. Die Eisflächen sind viel zu dünn und die Gefahr einzubrechen sei groß, wie die Übung auch zeigte.

FDLnews - Hans Lamminger