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Eisenärzter Umgehung erst einmal planen

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Siegsdorf. Die Eisenärzter Umgehung erst einmal planen und dann über eine Kostenbeteiligung der Gemeinde Siegsdorf reden – das war der Vorschlag von Bürgermeisterkandidat Willi Geistanger bei der Wahlversammlung der Siegsdorfer Grünen in Eisenärzt, zu der auch Landratskandidat Sepp Hohlweger kam.


Geistanger nahm dabei Stellung zu besonderen Eisenärzter Problemen. Es sei absolut nachvollziehbar, dass das Dorf dringend eine Umgehungsstraße benötige. Seine Nachfrage beim Straßenbauamt Traunstein ergab, dass seit dem Ende der 70-er Jahre nichts unternommen wurde, um das Projekt voran zu treiben. Zudem sei das Projekt im Ausbauplan für die bayerischen Staatsstraßen bis 2015 nicht gelistet, was bedeutet, dass in diesem Zeitraum auch keine Planungen getätigt werden.

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Nachdem die Ortsdurchfahrt dem Freistaat Bayern gehöre, sei die Gemeinde Siegsdorf auf die Zusammenarbeit mit dem Freistaat angewiesen. Falls das Projekt beschleunigt werden solle, sei eine finanzielle Beteiligung der Gemeinde notwendig, so das Fazit aus dem Gespräch mit dem Bauamt.

Nach Geistangers Meinung wäre es notwendig, eine Planung zu beauftragen, um zunächst zu erkunden, welche Trasse unter ökonomischen und ökologischen Gesichtspunkten am ehesten geeignet ist. Anhand dieser Planung müsse der Gemeinderat dann entscheiden, ob sich die Gemeinde an den Kosten beteiligt.

Die Umwandlung des Bayernparks Eisenärzt in ein Allgemeines Wohngebiet sei alles andere als optimal gelaufen. Nachdem der letzte Eigentümer des Bayerparks verkaufen wollte – aufgrund des hohen Sanierungsbedarfes des Parks – sei es im Gemeinderat Konsens gewesen, dass man sich die Umwandlung von einem Sondergebiet in ein Allgemeines Wohngebiet durchaus vorstellen könne.

Allerdings wäre es möglich gewesen, dass die Gemeinde das Areal kauft, erschließt und an die einheimische Bevölkerung veräußert. So hätte man neben der Einheimischenbindung auch soziale und ökologische Aspekte berücksichtigen können. Altbürgermeister Maier habe ähnliche Projekte in seiner Amtszeit mit Erfolg umgesetzt. Leider habe sich die Gemeinderatsmehrheit dafür entschieden, Voraussetzungen zu schaffen, dass der Park an einen Bauträger verkauft wurde. »Mir wäre es natürlich lieber gewesen, dass in Hörgering die Bauparzellen zu 100 Prozent Einheimische erwerben können, als nach dem momentanen Stand nur zu zirka 50 Prozent, so Geistanger.

Landratskandidat Sepp Hohlweger erläuterte die wichtigsten Ziele, die er als Landrat umsetzen würde, etwa den Tourismus und die Stärkung der Region sind Kernthemen, die ihm besonders am Herzen liegen – mit einer Fusion der Tourismusverbände der Landkreise Traunstein und Rosenheim, Stärkung der gewerblichen Vermieter und der Kleinvermieter. Gerade letztere hätten erhöhten Beratungs- und Schulungsbedarf, den der Chiemgau Tourismus Verband tatkräftig unterstützen solle.

Weiterhin solle die Zusammenarbeit von Landwirtschaft und Tourismus intensiviert werden. Regional erzeugte Lebensmittel schafften Identität, stärkten das Lebensmittelhandwerk und die Landwirtschaft. Diese sei ein wichtiger Partner des Tourismus, »sie erhält nicht nur die Kulturlandschaft«, so Sepp Hohlweger.