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Eintauchen ins Mittelalter vor historischer Kulisse

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Teilnehmer des Burg-Festes in Stein trafen sich inmitten der großen Zeltstadt auf einen kurzen Plausch. Die zweite Auflage des mittelalterlichen Spektakels im Steiner Schlosshof fand wieder große Resonanz. (Foto: Rasch)

Traunreut. Eintauchen in das Mittelalter – und das vor historischer Kulisse und angenehmen Temperaturen. Im Vergleich zum Vorjahr bei Kälte und Dauerregen hatte es Petrus mit den Veranstaltern und Besuchern des 2. Burgfestes im Steiner Schlosshof heuer gut gemeint. Er schickte ideales Wetter. Das dreitägige Spektakulum wurde nicht nur für die zahlreichen Besucher zu einem unvergesslichen Ereignis, auch die rund 400 Schausteller und Händler, sprachen von einem der schönsten Feste.


Das positive Feedback freute auch Christian Domeier von der Agentur DOC, die gemeinsam mit dem Team von Amok das Burgfest organisiert hatte. Er habe nur positive Resonanz erfahren und es habe keinerlei Beschwerden gegeben, sagte er dem Traunsteiner Tagblatt. »Die Schausteller waren hellauf begeistert und fanden es fantastisch, dass sie hier sein durften«, resümierte Domeier und schwärmte über alle Maßen: »Wir hatten großen Spaß, ich bin total begeistert.« Auch Stefan Haunberger, Geschäftsführer der Schlossbrauerei Stein, die das Gelände zur Verfügung gestellt hatte, war voll des Lobes. »Eine super tolle und gelungene Veranstaltung.« Er hoffe, so Haunberger, dass die Veranstalter das Burgfest auch im nächsten Jahr wieder zusammen mit der Schlossbrauerei durchführen werden. »Von uns aus haben sie das o.k.«, versicherte Haunberger.

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Die Organisatoren hatten wieder einen großen Aufwand betrieben, um das Fest vor einer einzigartigen Kulisse zu einem unvergesslichen Ereignis werden zu lassen. Drei Tage lang wurde das Rad der Zeit zurückgedreht. In allen Ecken und Nischen des Schlosshofes herrschte mittelalterliches Treiben. Inmitten der Zeltstadt, vorbei an rauchenden Feuerstellen, konnten die Besucher Jongleure und Artisten bewundern und natürlich auch den tschechischen Stuntprofis »Burdyri« bei ihren Ritterkämpfen zusehen. Auf einer großen Bühne sorgten Musiker wie Poeta Magica, die als unangefochtene Matadore der nordischen Klänge gelten, oder die drei Sachsen von Nachtwindheim für inspirierende mittelalterliche Klänge und ausgelassene Stimmung. Getanzt und gejubelt wurde auch zu den brachialen Klängen der Formatio Corvus Corax, die seit Jahrzehnten den Mittelalter-Sound der Neuzeit prägt. Ein Höhepunkt war die abendliche Feuershow. Zu Live-Musik flogen glühende Fackeln in hohem Bogen, Flammensäulen wurden gen Himmel gespuckt und brennende Bilder in die Luft getanzt.

Begeistert waren die Kinder von den »Kaspereien« und spannenden Geschichten im Märchenzelt. Selbst gefordert waren sie auch beim Ringelstechen, Bogenschießen oder in der Holzwerkstatt. Rund um den Marktplatz wurde allerlei Tand feil geboten von Schmuck über Lederwaren bis hin zu mittelalterlicher Mode. Gezeigt wurden auch mittelalterliche Handwerkstechniken und altertümliche Spiele luden zum Mitmachen ein. Die Besucher konnten sich inmitten der großen Zeltstadt nicht nur satt sehen, sondern auch satt essen: Es roch nach süßen Fladen, »Barbarenspießen«, Bier-Met und anderen deftigen Speisen.

Neben dem bunten Treiben heiß begehrt waren die Führungen durch die Höhlenburg, in der einst der Raubritter Heinz vom Stein hauste. ga