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Einsparungen gehen in die Hunderttausende

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Die Klosterkirche ist ein beliebter Veranstaltungsort. Das Gebäudeensemble steht unter Denkmalschutz. Um es zu erhalten und zukunftsfähig zu machen, wird es ab Frühjahr 2017 saniert und erweitert. Die Fertigstellung ist für Ende 2018 geplant. Foto: Siegfried Kerscher

Traunstein – Um die Einsparpotenziale bei der Klosterkirche ging es in der Sitzung des Finanzausschusses. Das Bauprojekt ist auch Thema in der Stadtratssitzung am heutigen Donnerstag.


Wie im Februar beschlossen, hatte die Verwaltung nochmals alle Gewerke auf Einsparpotenziale untersucht. Einzig beim Verbau der Erdarbeiten wurde noch ein Einsparpotenzial von rund 40 000 Euro gesehen. Da aber dieses Gewerk – wie insgesamt rund 43 Prozent der Leistungen – bereits vergeben sind, sah auch der Kommunale Prüfungsverband so gut wie kein weiteres Einsparpotenzial mehr. Daher, so Stadtkämmerer Reinhold Dendorfer in der Sitzung, hänge auch bei den Erdarbeiten die Umsetzung des Einsparpotenzials letztlich von der Zustimmung des Auftragnehmers ab.

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Gespräche mit der Regierung von Oberbayern erbrachten aber eine weitere Entlastungsmöglichkeit für den Stadthaushalt: Durch die Trennung der Außenflächen von Klosterkirche und Ludwig-Thoma-Grundschule. Der Schulhof, so Dendorfer, könne möglicherweise über Schulbaufördermittel gefördert werden.

Die verbleibende Außenanlage der Klosterkirche werde laut mündlicher Zusage von der Städtebauförderung bezuschusst. Für Gesamtausgaben von 922 000 Euro stünden hier zwei Förderanträge zur Disposition. Würde auch der Umbau des Pausenhofs als solcher deklariert und gefördert, könne man mit 461 000 Euro Zuschüssen für Schulhof und Klosterkirchen-Außenfläche rechnen.

Insgesamt sei »die Gesamtrechnung sehr, sehr positiv«, so der Kämmerer. Denn inzwischen liege auch der Spendenstand der Sammlung des Kulturfördervereins ARTS bei knapp 266 000 Euro, um die der städtische Haushalt entlastet werden könne. Der Ausschuss nahm von den Einsparmöglichkeiten Kenntnis.

Unmittelbar damit in Zusammenhang steht der Umbau des Pausenhofs der Ludwig-Thoma-Grundschule. Nach Rücksprache hatten sich laut Verwaltung sowohl Schulleiter Clemens Gruber als auch Elternbeiratsvorsitzender Josef Weber für den Bau des Lichtgrabens ausgesprochen, der zuvor für Diskussionen gesorgt hatte. Die zusätzlichen Kosten würden sich auf rund 90 000 Euro belaufen – abzüglich der möglichen Förderung.

Wilfried Schotts Vorschlag, die Kosten ohne Zuschuss auf 60 000 Euro zu deckeln, lehnte der Ausschuss mehrheitlich ab. Den Umbau des Pausenhofs mit Lichtgraben beschloss der Ausschuss dagegen mit acht zu einer Stimme – vorbehaltlich der heutigen Zustimmung des Stadtrats. coho