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Einsparung bei der Schule kommt der Turnhalle zugute

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Bei der anstehenden Sanierung und Erweiterung der Schulturnhalle wird zurzeit geprüft, ob ein eigener Förderantrag sinnvoll ist. (Foto: Mergenthal)

Teisendorf. Von den ursprünglich veranschlagten rund neun Millionen Euro für die Generalsanierung der Teisendorfer Grund- und Mittelschule samt Turnhalle sind derzeit laut Kämmerin Gudrun Lahner bereits knapp 5,1 Millionen Euro verbaut. Da die Schulsanierung die Gemeinde um fast eine halbe Million Euro günstiger kam als geplant, kann diese Einsparung für die Turnhallensanierung und -erweiterung mit Einbau einer Kletterwand genutzt werden. Dieser Teilbauabschnitt ist Lahner zufolge im Zuwendungspaket der Regierung mit enthalten.


Mit der Regierung sei Kontakt aufgenommen worden, inwieweit eine Nachförderung der zusätzlichen Planungen möglich ist. Die anteiligen Gesamtkosten für die Schulturnhalle, die 2008 noch bei 2,6 Millionen Euro lagen, betragen nach den neuen Planungs-varianten des beauftragten Freilassinger Architekten Bernhard Putzhammer zwischen 3,9 und 4,1 Millionen Euro.

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Eine Förderung der Kletterwand dürfte laut Regierungs-Sachbearbeiter eher unwahrscheinlich sein, da sie voraussichtlich nur in geringem Umfang für den Schulsport genutzt werde. Das Architekturbüro wird sich nun mit dem Sachbearbeiter in Verbindung setzen und die neuen Pläne und Kostenübersichten besprechen. Eventuell könnte es laut Lahner auch sinnvoll sein, einen separaten Zuschussantrag für die Schulturnhalle zu stellen. Zuvor sei jedoch abzuklären, ob es dann auch noch den günstigen Fördersatz von 59,22 Prozent gibt.

Bürgermeister Thomas Gasser berichtete von einer Besprechung mit dem Architekten und dem Vorsitzenden des TSV Waging, Josef Hofmann. Angedacht sei wegen einer möglichen Förderung des BLSV eine gemeinsame Bauträgerschaft mit dem TSV Teisendorf. In Waging hatte die Marktgemeinde für den Bau der Turnhalle eine Bauherrnträgerschaft mit dem TSV Waging gegründet. Im Gespräch stellte sich laut Gasser heraus, dass der Turnhallenneubau in Waging nicht mit dem in Teisendorf vergleichbar ist. Die Hürden, um an Mittel des BLSV zu kommen, seien sehr hoch. Laut Hofmann sei vor allem der Verwaltungsaufwand der Gemeinde immens.

Für die Beschaffung einer Lautsprecheranlage an der Grund- und Mittelschule Teisendorf genehmigte der Ausschuss die überplanmäßige Auszahlung von maximal 14 000 Euro. Da in der Aula neben schulischen Veranstaltungen auch Veranstaltungen der Musikschule, des Kulturvereins und von verschiedenen Chören sowie die Sportlerehrung der Gemeinde stattfinden, hält es die Gemeindeverwaltung für sinnvoll, eine solche Anlage zu installieren. CSU-Gemeinderat Alois Stadler regte an, auch für die Gemeinde eine mobile Lautsprecher-Anlage zu besorgen. Vor allem bei Bürgerversammlungen habe sich gezeigt, dass die Tonqualität der alten Anlagen sehr schlecht ist.

Nach einem Antrag von FWG-Gemeinderat Peter Schuhbeck sollten die Gemeinderäte für die gestiegenen Druck- und Papierkosten durch vermehrten E-Mail-Versand von Sitzungsunterlagen eine Entschädigung erhalten. Der Bürgermeister schlug eine jährliche Pauschale von 30 Euro vor, die der Höhe des Sitzungsgeldes entspricht. Eine Jahrespauschale hielt der Finanzausschuss nicht für sinnvoll. Stattdessen sollte eventuell im Rahmen der Haushaltsplanaufstellung für 2015 über eine generelle Erhöhung des Sitzungsgeldes beraten werden. Die Verwaltung soll nun einen Vorschlag erarbeiten.

Thomas Gasser berichtete von den Neuwahlen im Zweckverband Gewerbeflächenmanagement Berchtesgadener Land. Der Teisendorfer Bürgermeister wurde nach dem Ausscheiden des bisherigen Vorsitzenden Ludwig Nutz zum neuen Vorsitzenden gewählt; sein Stellvertreter wurde Hans Feil aus Laufen. Gasser möchte nun die Ziele und den Stellenwert des Zweckverbands erneuern und auch das Thema »Energie« in die Satzung aufnehmen. CSU-Rat Georg Wetzelsperger bat, zu prüfen, ob mit dem Zweckverband ein mit EU-Mitteln gefördertes Leader-Projekt auf den Weg gebracht werden könnte. vm